Bad Dürkheim Nils erklärt: Warum der letzte Tag im Jahr Silvester heißt
Sein Ursprung ist das lateinische Wort „silva“. Das bedeutet „Wald“. Davon hergeleitet wird „silvestris“. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt das „zum Wald gehörend“ oder „aus dem Wald stammend“. Wenn ein Mensch den Namen „Silvester“ trägt, bedeutet das also soviel wie „Waldmensch“.
„Aber wer heißt denn so?“, wunderst du dich vielleicht. Tatsächlich gibt es den Namen „Silvester“ heute nur noch selten. Das war nicht immer so. In früheren Zeiten benannten viele Eltern ihr Kind nach einem oder einer Heiligen, damit sie von ihnen beschützt werden.
Name eines Heiligen
Einer der frühchristlichen Heiligen ist Silvester I. Schon sehr lange wird er in der katholischen Kirche verehrt. Er war im vierten Jahrhundert Papst, genauer gesagt von 314 bis 335. Am 31. Dezember 335 ist er gestorben. Das ist nun 1690 Jahre her. Der Sterbetag wurde Silvesters Gedenktag, und so wird der 31. Dezember „Silvester“ genannt. Übrigens hat dieser Papst keinen neuen Namen angenommen, als er sein Amt antrat. Er hieß also wirklich so. Erst später begann die kirchliche Tradition mit der Namensänderung.
Ein Papst, der neu gewählt wird, nimmt also meistens einen anderen Namen an. So heißt der jetzige Papst Leo XIV. Sein Taufname lautet Robert Francis Prevost. Mit der Umbenennung zeigt der Papst, was ihm in seinem Amt besonders wichtig ist.
Heute denken die meisten Menschen beim Wort „Silvester“ weder an einen Papst, noch an „silva“, den Wald. Sie verbinden mit dem Wort ganz einfach das Jahresende. Manche feiern den Wechsel ins neue Jahr eher ruhig, andere mit Raketen und Knallkörpern. Als Biber mit sehr feinen Ohren finde ich es prima, wenn Menschen auf lautes Feuerwerk verzichten.