Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Nils erklärt: Wachsame Entenmutter

Mit ihrem braun-gelben Daunenkleid sind die Entenküken gut getarnt.
Mit ihrem braun-gelben Daunenkleid sind die Entenküken gut getarnt.

Putzig und flauschig sehen die kleinen Entenküken aus. Ihre Mutter, eine Stockente, hat den Nachwuchs gut im Blick.

Stockenten sind unsere häufigsten Enten. Sie kommen an vielen Gewässern vor, so auch an der Isenach im Dürkheimer Kurpark. Dort kannst du die Tiere gut beobachten, weil sie an Menschen gewöhnt sind. Du siehst sie meistens in Grüppchen und im Frühling auch mit Nachwuchs.

Seit dem Herbst tragen die Männchen ein farbenfrohes Prachtkleid. Damit zeigen sie den Weibchen, was für tolle Partner sie sein können. Ein Entenpaar bleibt aber nicht lange zusammen. Der Erpel – so nennt man den Entenmann – folgt der Partnerin noch bei der Suche nach einem guten Nistplatz. Aber wenn sie anfängt zu brüten, geht er wieder seiner Wege.

Sie baut das Nest also allein, oft am Boden in dichtem Grün versteckt und am Gewässerufer. Es kommt auch vor, dass so ein Nest weiter weg vom Wasser entsteht. Sogar auf Balkonen oder flachen Hausdächern brüten manche Stockenten.

Gute Tarnung wegen der Feinde

So wie auf unserem Foto sehen die braun gemusterten Weibchen das ganze Jahr über aus. Wenn sie auf den Eiern sitzen und später ihre Jungen umsorgen, dürfen sie möglichst wenig auffallen. Auch die Küken sind gut getarnt, damit Fressfeinde sie nicht so leicht entdecken. Die Kleinen haben ein braun-gelb geflecktes Daunenkleid.

Es dauert nur wenige Wochen, bis ihnen das Jugendgefieder wächst. Im Alter von ungefähr zwei Monaten können sie dann fliegen. Bis es so weit ist, passt die Mutter wachsam auf sie auf. Das geht gleich nach dem Schlüpfen los, denn Entenküken sind Nestflüchter. Haben sie das Ei verlassen, dauert es meistens nicht mal einen Tag, bis sie mit der Mutter zum Wasser laufen. Manchmal ist das ein weiter Weg mit vielen Gefahren.

Die Jungen werden nicht gefüttert, sondern sie fressen von Anfang an selbstständig. Dabei zeigt ihnen die Entenmama, wo sie Futter finden. Sie hält die Küken zusammen und ruft, wenn sich eines zu weit weg wagt. Wird es kalt, schützt sie den Nachwuchs mit ihrem Gefieder. Und sie warnt ihn vor Fressfeinden. Bei Gefahr läuft sie ins Wasser und alle Kleinen rennen hinterher.

Enten im Kurpark nicht füttern

Und warum heißt die Art „Stockente“? Das kommt daher, weil die Tiere gern auf Baumstümpfen sitzen oder im Stockausschlag: So heißen Triebe, die neu aus dem Stumpf wachsen. In solchen Stammresten brüten sogar manche Stockenten.

Wenn du sie beobachtest, gib ihnen bitte kein Futter. Das Füttern durch Menschen hat große Nachteile, auch im Dürkheimer Kurpark. Futterreste verrotten im Wasser und sie locken Ratten an. Da ist es viel besser, wenn die Enten selbst ihr Futter suchen und ihr natürliches Verhalten ausleben.

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