Kreis Bad Dürkheim
Mandelblüte: So ist der Stand in der Region
Der Dürkheimer Philipp Eisenbarth ist Experte für Mandelbäume. Unter anderem hat er die Stadt Bad Dürkheim dabei beraten, wie die Mandelterrasse unterhalb der Michaeliskapelle angelegt und bepflanzt werden soll. „Wenn das Wetter so bleibt wie jetzt, wird die Mandelblüte in den kommenden Tagen rasant zunehmen“, sagt er. Die derzeit sonnige Witterung habe einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Bäume: „Die Sonne macht sehr viel aus.“
Da der Winter nicht allzu mild war, kommt die Mandelblüte vergleichsweise spät – es gab schon Jahre, in denen die Vollblüte in den Februar fiel. Entscheidend für den Zeitpunkt der Blüte seien Temperatur, Standort, aber auch die Sorte der Bäume, erklärt Eisenbarth: Tagestemperaturen von um die 15 Grad seien für die Blüte günstig. Ideal seien sandige Böden. Dass es nachts noch kühl ist, schade der Blüte nicht, sagt Eisenbarth: So lange es nicht deutlich unter null Grad gehe, sei das kein Problem.
Breites Sortenspektrum entlang der Weinstraße
Das Sortenspektrum entlang der Weinstraße ist breit und umfasst laut Eisenbarth Frühblüher wie Palatina oder Dürkheimer Krachmandel ebenso wie spätblühende Sorten wie die Echte Süßmandel. Auch die Hybride aus Pfirsich und Mandel, die oft entlang der Straßen gepflanzt wurden, blühten tendenziell später.
Eine Sonderrolle spielen Sämlingsbäume. Sie entstehen durch Zufall aus Kreuzungen unterschiedlicher Sorten und gelten als besonders widerstandsfähig. Bekanntestes Beispiel ist die Jesuitenmandel bei Forst, die zu den Frühblühern zählt. Aber auch am Ungsteiner Weilberg stehen Sämlingsbäume.
Höhepunkt schon bald erreicht
Er gehe davon aus, dass die Mandelblüte schon bald ihren Höhepunkt erreichen wird, sagt Eisenbarth. Wie lange sich Einheimische wie Gäste an den rosa oder weißen Farbtupfern im Weinberg oder am Straßenrand erfreuen dürfen, hängt laut dem Experten ebenfalls stark von den Temperaturen ab: Werde es schnell in Richtung 20 Grad gehen, könnte das die Mandelblüte insgesamt verkürzen, weil höhere Temperaturen den Prozess beschleunigten.


