Kreis Bad Dürkheim Müllauto fängt Feuer: Brennende Ladung ausgekippt

Der in Brand geratene und danach ausgekippte Müll mit kleinem Kühlschrank (rechts).
Der in Brand geratene und danach ausgekippte Müll mit kleinem Kühlschrank (rechts).

Ein Müllfahrzeug des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) des Landkreises hat am Montag gebrannt. Das Auto war gerade bei der Restmüll-Sammlung in Elmstein unterwegs.

Zu Beginn der Müllsammlung im Elmsteiner Ortsteil Harzofen habe der Lader deutliche Rauchentwicklung bemerkt, so die Kreisverwaltung. Als klar gewesen sei, dass der Rauch aus dem Fahrzeug kommt, sei das Team aus Fahrer und Lader mit dem Lkw zum Parkplatz des nahen Naturfreundehauses gefahren, um den Abfall dort auszukippen. „Das haben die Kollegen richtig gemacht, damit gleich gelöscht und sichergestellt werden kann, dass keine weitere Gefahr droht“, erklärte AWB-Werkleiter Klaus Pabst am Montagnachmittag. Feuerwehr und Polizei waren vor Ort. Die Wehrleute konnten den offenbar frühzeitig erkannten Brand schnell löschen.

„Nach bisherigem Kenntnisstand ist das Fahrzeug nicht beschädigt“, berichtete Pabst weiter. Es konnte seine Tour fortsetzen. Zu Einschränkungen bei der Abfallsammlung kam es laut AWB nicht.

Müll in Haßloch untersucht

Der ausgebreitete Abfall wurde derweil von einer Fachfirma mit Bagger und Mulde verladen. „Der Parkplatz ist wieder sauber“, betonte Pabst. Der Müll wurde im Wertstoffhof Haßloch noch einmal auseinandergezogen und untersucht. Die Ursache des Brandes ist laut Pabst aber weiter unklar. „Wir vermuten allerdings, dass eine Lithiumbatterie der Auslöser war. Das kommt bundesweit seit Monaten immer wieder vor“, erklärt der Werkleiter. Das Problem: Werden diese Akkus mechanisch beschädigt – beispielsweise, wenn der Abfall im Sammelfahrzeug gepresst wird – entzünden sie sich nach Kontakt mit Sauerstoff.

Darum weist der AWB noch einmal dringlich darauf hin, dass Akkus, Batterien und sonstiger Elektroschrott im Restmüll genauso wenig etwas verloren haben wie ein Kühlschrank. Denn ein solcher wurde ebenfalls in dem Müllfahrzeug entdeckt. Er war wohl in einem 1100-Liter-Abfallcontainer entsorgt worden. „Kühlschränke sind gefährlicher Abfall mit der enthaltenen Kühlflüssigkeit.

Kein Elektroschrott in die Mülltonne

Als Elektroschrott gehören sie nicht in die Mülltonne“, betont Pabst und reagiert auch deshalb mit größtem Unverständnis auf diese Art der Entsorgung, weil der AWB gerade für Kühlschränke einfach Abhilfe schafft: „Wir bieten den Service an, Kühlschränke nach telefonischer Terminvereinbarung bei den Bürgerinnen und Bürgern daheim abzuholen. Es ist wirklich nicht nötig, sie in den Restmüll-Container zu werfen.“

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