Bad Dürkheim Kreis will Haßlocher Förderschule ausbauen

Nach Angaben der Schulleitung verfügt die Gottlieb-Wenz-Schule über freie Räume.
Nach Angaben der Schulleitung verfügt die Gottlieb-Wenz-Schule über freie Räume.

Der Landkreis beabsichtigt, an der Gottlieb-Wenz-Schule in Haßloch einen Förderschwerpunkt „ganzheitliche Entwicklung“ aufzubauen. Dadurch soll die sehr stark frequentierte Siegmund-Crämer-Schule in Bad Dürkheim entlastet werden.

Der Schwerpunkt „ganzheitliche Entwicklung (G)“ habe den Vorteil, dass entsprechende Schüler aus Haßloch und Umgebung vor Ort zur Schule gehen könnten. In der Folge könnten nicht nur die Siegmund-Crämer-Schule, sondern auch die Hans-Zulliger-Schule in Grünstadt entlastet werden, erläuterte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) am Montag im Kreisausschuss. Die ADD müsse dafür noch einer Änderung der Schulbezirke zustimmen.

Nach Angaben der Kreisverwaltung sei es jetzt Aufgabe der Schule, ein Konzept zu erstellen. Außerdem müsste ein entsprechender Antrag bei der ADD gestellt werden. Offiziell wäre die Bildung eines Förderbereichs „G“ erst ab dem Schuljahr 2025/26 möglich. Um den Aufbau zu beschleunigen, könnten sich Eltern jedoch bereits in der anstehenden Einschulungsbegutachtung für das Schuljahr 2024/2025 für die Gottlieb-Wenz-Schule entscheiden. Die ADD habe zugesagt, der Schule entsprechende Förderlehrkräfte zuzuweisen.

Bedarf nimmt zu

Nach Angaben der Schulleitung verfügt die Gottlieb-Wenz-Schule durch die Fertigstellung des Neubaus

und durch zwei Container im Schulgarten über freie Räume, die für die Unterrichtsorganisation verwendet werden könnten. Die Räume müssten noch bedarfsgerecht ausgestattet werden. Für die ursprüngliche Einrichtung der Räume des Neubaus sind bereits 12.000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Zwar sollten im Sinne der Inklusion gar keine weiteren Förderschulen entstehen, so Ihlenfeld. Jedoch sehe das die ADD realistischer. „Dort wurde erkannt, dass wir die Versorgung gewährleisten müssen“, sagte der Landrat. Der Bedarf im G-Bereich nehme zu.

Markus Wolf (CDU) bewertete die Entscheidung als „klares Bekenntnis für unsere Förderschulen“. Die Realität zeige, dass man für die Kinder ein passendes Angebot brauche. Damit leiste der Kreis einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft.

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