Fussball
„Kleines Derby“ gegen Obersülzen: Freinsheim will nach oben
Für die Gastgeber geht es in den restlichen sieben Begegnungen darum, in der letzten Saison von Trainer Christian Schäfer möglichst gut abzuschneiden, um dem langjährigen Coach einen gebührenden Abschied zu gewährleisten. In den beiden vorigen Spielzeiten überzeugte der FVF mit einem dritten und einem vierten Rang in der Abschlusstabelle. Zumindest Vierter zu werden, ist in dieser Runde noch drin. „Wir streben die höchstmögliche Punktausbeute an und wollen in der Tabelle noch ein bisschen nach oben klettern“, sagt der Übungsleiter mit Blick auf den aktuellen Platz acht.
Mit einem Auge schaut der Trainer aber noch nach unten. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone mit dem Ludwigshafener SC und TuS Mechtersheim II. „Entscheidend für den Ausgang der kommenden Spiele wird sein, ob wir die Leistungskonstanz, die wir in den vergangenen drei Begegnungen an den Tag gelegt haben, beibehalten können“, prognostiziert Schäfer. Siegeswille und Einsatzbereitschaft seien die Grundlagen, um den Aufsteiger zu schlagen. Nach zweimaligem Training vor Ostern hatten die Freinsheimer über die Feiertage frei. „Jetzt gilt es in dieser Trainingswoche wieder hochzufahren“, blickt der Coach nach vorne.
Die Partie gegen Obersülzen sei schon deswegen reizvoll, weil es nach den Worten des Coaches ein „kleines Derby“ sei. Angesicht von nur rund zehn Kilometern zwischen den beiden Orten eine zutreffende Bezeichnung. Zusätzliche Brisanz erhält das Spiel dadurch, dass die ehemaligen Freinsheimer Tim Dech und Oliver Ziese jetzt das gelb-schwarze Trikot des SVO tragen und absolute Stammspieler beim Neuling sind. Im Hinspiel, das der FVF mit 0:2 verlor, war Dech der Schütze des Führungstreffers. Kann sich Freinsheim für die Niederlage revanchieren, würde das Team einen großen Schritt nach vorne machen
Für Verteidiger Paul Weber ist die Saison gelaufen. Das Eigengewächs zog sich zuletzt beim torlosen Remis in Jockgrim eine Überdehnung des Innen- und Kreuzbands zu. „Nach einem Luftzweikampf ist er mit dem Bein unglücklich auf dem Boden aufgekommen. Sein Fehlen ist schade, denn er war gut drauf gewesen“, bedauert Schäfer. Fest steht inzwischen, dass Linksfuß Moussa Keita die Freinsheimer schon nach einem Jahr wieder verlassen wird. Keita, der vor der Saison vom SC Bobenheim-Roxheim gekommen war, spielte zwar 18 Mal, stand aber nur einmal die kompletten 90 Minuten auf dem Feld. Ihn zieht es zum SV Ruchheim (A-Klasse Rhein-Pfalz).