Bad Dürkheim
Juniorwahl: WHG-Schüler wählen gegen den Trend
Bei der Juniorwahl im Werner-Heisenberg-Gymnasium ist die CDU der klare Gewinner. Sie hat im Vergleich zur Europawahl noch um 2,4 Prozentpunkte zugelegt und kommt jetzt bei den Schülern der neunten bis 12. Klasse auf 29,3 Prozent.
Bundesweit wurde jedoch Die Linke deutlicher Sieger. Sie lag bei den rund 1,6 Millionen jungen Wählern mit 25,3 Prozent vor der CDU (16,8 Prozent). Im WHG erhielt sie von den Schülern 13,8 Prozent. Damit wurde Die Linke nur viertstärkste Kraft. „Das ist ein Phänomen“, sagt Alena Mattke, Fachbereichsleiterin Sozialkunde, zu dem guten Abschneiden der CDU bei den WHG-Schülern.
Politik für die Zukunft
Auch bei der AfD wählt das WHG gegen den Trend: Kam sie bei der Juniorwahl mit 14,7 Prozent auf Platz drei, gab es am WHG nur 3,9 Prozent. Damit landete die AfD abgeschlagen auf dem sechsten Rang. „Die Schüler haben bei der Analyse des Wahlprogramms gemerkt, dass die AfD nur rückwärtsgewandte Politik betreibt“, erklärt Mattke und verweist auf die Diskussion über das Verbrenner-Aus, die Windkraft oder die Atomkraftwerke. Immer nur als politisches Rezept die Uhr wieder zurück zu drehen zu wollen, komme bei der jungen Generation, die auf der Suche sei nach neuen Antworten für die Zukunft, nicht gut an.
Jedoch sei ihr auch aufgefallen, dass die Klimapolitik bei den jungen Leuten an Bedeutung verloren habe. Auch das Friedensthema habe die jungen Leute nicht allzu sehr mobilisiert. Dafür seien die Themen Sicherheit und Migration wichtiger geworden. „Wir haben auch im Unterricht viel über die Rolle Deutschlands als Einwanderungsland gesprochen und welche Folgen dies für die Migrationspolitik hat“, erklärte Mattke, die in zwei neunten Klassen sowie in einem Grundkurs der Jahrgangsstufe elf Sozialkunde unterrichtet. Nach ihren Angaben waren 424 Schüler am WHG in der vergangenen Woche zur Juniorwahl aufgerufen, die vom Sozialkundeleistungskurs elf organisiert wurde. Die Wahlbeteiligung lag bei 85,85 Prozent.