Über den Kirchturm hinaus Hoffen und hüpfen

Beim Trampolin springen werden Hormone ausgeschüttet, die glücklich machen.
Beim Trampolin springen werden Hormone ausgeschüttet, die glücklich machen.

Von Anna Maria Unz
Der Jahresanfang bietet sich klassischerweise an, Altes zu überdenken, Unbrauchbares auszumisten und neue Pläne zu schmieden. Das vergangene Jahr hat uns viel abverlangt und unsere Überzeugungen und Prioritäten verschoben. Unsere Welt ist scheinbar kleiner geworden, wir sitzen in der Warteschleife des Lockdowns und in einer Passivität fest und hoffen auf Erlösung von außen.

Aber wir hoffen! Neulich habe ich gelesen, dass Hoffnung von hüpfen kommt – dieses Bild gefällt mir! Wer schon einmal Trampolin springen durfte, weiß, dass die Hormone, die dabei ausgeschüttet werden, glücklich machen. Wir können für eine Sekunde fliegen!

Der ganze Körper ist in Bewegung

Laut Studien gehört Trampolintraining sogar zu den effektivste Trainingsformen, der ganze Körper ist in Bewegung. Außerdem wird die Sicht auf die Welt verändert: Wir können Bereiche von weiter oben sehen oder, falls wir doch die Balance verlieren, auch mal von unten. Wir können durch Hüpfen und Hoffen ganz einfach uns und unsere Umgebung verändern und uns stark machen. Ich finde, das ist gerade jetzt etwas, was wir gut gebrauchen können.

Alles scheint im Moment blockiert, aber die Hoffnung hilft uns weiterzumachen, über den Tellerrand hinauszublicken. Sie hilft auch dabei, den Blick auf das Große und Ganze nicht zu verlieren, andere in ihrer Not und Bedürftigkeit wahrzunehmen. Wir können uns dank unserer Hoffnung selbst verändern, neue Wege gehen und kreativ werden.

Ein Satz enthält Hoffnung, Kreativität und Freude

Unschlagbar finde ich den Satz, den eine Bekannte ausgesprochen hat: „Ich bin ja so gespannt, welche Lösung mir für dieses Problem einfallen wird!“ Das Erstaunliche dabei ist: Meist findet sich eine Lösung, oft auch eine, die vorher noch gar nicht vorstellbar war.

Dieser Satz enthält die Hoffnung, Kreativität und Freude, die ich uns jetzt wünsche! Bleiben wir gespannt!

  • Anna Maria Unz, Sozialpädagogin, vom SKFM-Betreuungsverein für den Landkreis