Bad Dürkheim
Glasfaser: Mawacon will in Ungstein weiterbauen
Im Dürkheimer Stadtteil Ungstein soll es im Juni mit dem Glasfaserausbau weitergehen. Das hat Mawacon-Geschäftsführer Dzevad Corhamzic mitgeteilt. Das hängt auch mit dem bereits laufenden Ausbau von Weisenheim am Berg und mit den angekündigten Arbeiten in Bobenheim am Berg zusammen.
Viele Ungsteiner, die sich für einen Glasfaseranschluss interessieren, müssen sich schon lange gedulden: Nur wenige Adressen erfüllten die Voraussetzungen, um von Inexio im Zuge des geförderten Ausbaus mit Glasfaser versorgt zu werden. Die Versorgungslücke wollte ursprünglich die Deutsche Glasfaser mit dem sogenannten eigenwirtschaftlichen Ausbau schließen. Doch auch hier kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Wie kommt das Signal nach Ungstein?
Als schließlich ein Mitbewerber auf den Plan trat und begann, an verschiedenen Stellen Leerrohre zu verlegen, zog sich die Inexio-Muttergesellschaft 2024 aus dem Ortsteil zurück. Bereits geschlossene Verträge verloren ihre Gültigkeit. Dieser Mitbewerber war Mawacon.
Doch auch das Unternehmen mit Sitz in Eisenberg kam nicht so schnell voran wie gedacht: Der Tiefbau ist in mehreren Straßenzügen, darunter die Paray-le-Monial-Straße, die Herrenbergstraße sowie Teile der Altenbacher Straße, zwar längst abgeschlossen. Doch es fehlt die sogenannte Backbone-Trasse, die das Signal nach Ungstein bringen soll. Durch die Arbeiten in Bobenheim am Berg und Weisenheim am Berg soll sich das nun ändern. Wenn die ersten Haushalte am Netz sind, will Mawacon auch wieder verstärkt Werbung für Glasfaser-Anschlüsse machen. Bislang habe sich das Interesse im Ortsteil in Grenzen gehalten, räumte Geschäftsführer Corhamzic in einem früheren Gespräch mit der RHEINPFALZ ein. Als Grund vermutete er, dass die Deutsche Glasfaser im Ortsteil „verbrannte Erde“ hinterlassen habe.