Landtagswahl RHEINPFALZ Plus Artikel Geringe Erfolgsaussicht: Warum Benedikt Schmidt trotzdem für Volt antritt

Benedikt Schmidt (rechts) beim Wahlkampf auf dem Bad Dürkheimer Römerplatz.
Benedikt Schmidt (rechts) beim Wahlkampf auf dem Bad Dürkheimer Römerplatz.

Benedikt Schmidt kämpft für Volt ums Direktmandat im Wahlkreis Bad Dürkheim. Die Aussicht auf den Einzug in den Landtag ist gering. Doch warum tritt er trotzdem an?

Benedikt Schmidt ist Wahl-Pfälzer: Der 37-jährige Ingenieur hat an der Hochschule Bonn studiert und stammt aus dem Rheinland. Seine Frau, eine Neustadterin, machte ihm den Umzug in die Pfalz schmackhaft. Jetzt lebt das Paar mit drei Kindern in Lindenberg. Früher, erzählt Schmidt, habe er mit Politik nichts am Hut gehabt: „Dann habe ich mir gesagt: Nur schimpfen bringt nichts.“ Schmidt schaute sich um und landete bei Volt. „Umweltschutz ist ein wichtiges Thema für mich“, erklärt der Ingenieur. Gleichzeitig habe er das vereinte Europa lieben gelernt.

Freund pragmatischer Lösungen

An der europafreundlichen Partei gefällt ihm der Pragmatismus, sich aus vielen Ideen zu bedienen. Beruflich schreibe er Programme für Maschinen. Da sei es selbstverständlich, dass man auch die Arbeit von Kollegen übernehme. „In der Politik wären Digitalisierung wie in Estland oder Wohnungsbau wie in Wien Paradebeispiele“, erklärt Schmidt. Die Digitalisierung könne helfen, Bürokratie effizienter zu machen und den Fachkräftemangel zu lindern. Die Politik müsse besser erklären, was sie tue und warum. „So ein bisschen wie bei der Sendung mit der Maus“, findet Schmidt.

Der Kampf ums Direktmandat ist für den Lindenberger zwar aussichtslos. „Aber ich finde es schön, wenn es nicht nur eine Partei auf der Liste, sondern auch einen direkten Vertreter vor Ort gibt. Als Kandidat wird man auf Podiumsdiskussionen eingeladen, ist am Wahlkampfstand präsent. Das macht den Wahlkampf öffentlicher“, sagt der Ingenieur.

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