Bad Dürkheim Gemeinschaftsstand für Glühwein

Mehr als achtzig Besucher haben sich am Montagabend im Dürkheimer Haus von der Stadtverwaltung über den Weihnachtsmarkt informieren lassen, der unter dem Begriff „Dürkheimer Advent“ erstmals nach sieben Jahren wieder in der Innenstadt aufgezogen wird (wir berichteten mehrfach). Ein spezielles Angebot soll ein „Stand der Vereine“ mit Glühweinausschank sein.

Bürgermeister Christoph Glogger und der städtische Organisationschef Marcus Brill stellten das Konzept dieses Gemeinschaftsstandes vor, für den sich vor allem die zahlreich vertretenen Vereine und Gremien in der Versammlung – von den Grawlern über etliche Sportclubs bis hin zu Schulelternbeiräten – interessierten. Er soll auch einzelnen Gruppen mit geringerer personeller Kapazität Gelegenheit bieten, einfach mal nur für ein oder zwei Tage oder über ein Wochenende hinweg einen Glühweinausschank für die eigene Kasse zu betreiben. Wobei vorgesehen ist, dass zunächst alle auf ein Gemeinschaftskonto einzahlen und die Gesamtsumme am Ende gleichmäßig auf alle Vereine umgelegt wird, und zwar nach der Anzahl der Ausschanktage. Auf diese Weise sollen einzelne weniger frequentierte Tage – etwa bei Regen oder Frost – ausgeglichen werden beziehungsweise alle Beschicker von ihrem Einsatz gleichermaßen profitieren können. Die Stadt stellt den gemeinsamen Schubkarchstand und sorgt für den zentralen Einkauf. Den Rotwein will man etwa von der Lebenshilfe oder einer der Genossenschaften beziehen, zudem soll es ein einheitliches Trinkgefäß geben. Die Vereine übergeben Wein und Tassen jeweils untereinander, so ist es angedacht, die Stadt stockt die Bestände nach Bedarf jeweils auf. Das Interesse sei hoch, konstatierte Brill mit Verweis darauf, dass der Besuch am Montagabend noch mal um ein Drittel höher lag als bei der ersten „Ideenwerkstatt Weihnachtsmarkt“ der sogenannten „Unterstützer“ im November. Neben Vereinen und Gruppen wollten sich auch etliche Einzelpersonen einbringen. „Eventuell gibt es sogar zwei Glühweinstände“, schloss Brill aufgrund der Nachfrage nicht aus. Neben dem Stand der Vereine an den vier Wochenenden von Freitagnachmittag bis Sonntagabend soll es unter der Woche jeweils einen (gewerblichen) Ausschank auf dem Römerplatz und auf dem Ludwigsplatz geben, so Brill. Zudem machen wohl auch einige Gastronomen. Aber: „Wir werden am Ende sicher keine hundert Glühweinstände haben.“ Brill skizzierte auch das weitere Prozedere für den „Dürkheimer Advent“ wie auch für den Stand der Vereine. Allen Interessenten geht jetzt ein Anmeldeformular zu, das bis Ende März an die Stadtverwaltung zurückgeschickt werden soll. Bis Mitte April will man im Rathaus eine erste Vorstellung vom Platzaufbau auf der „Adventsmeile“ entwickeln. Parallel dazu versucht man ein Rahmenprogramm aus Musik und Aktion zusammenzustellen. Entscheidende Frage, so Brill: „Wie kriegen wir Kapazitäten für vier Wochenenden hin?“ Dies betrifft auch eine andere Idee: Es sollen Flammschalen bereitgestellt werden, für die man Holzscheite zum eigenen Befeuern nebst Stockbrot zum Grillen kaufen kann. Wer dieses „Paket“ jeweils anbietet, muss noch ebenso organisiert werden wie etwa das kulturelle Angebot, das ebenfalls möglichst aus örtlichen Reihen bestritten werden soll. „An Ideen mangelt’s nicht“, attestierte Brill der Versammlung am Montagabend, auch nicht an Privatinitiative. Umgekehrt wolle man das Ganze beim ersten Mal aber auch nicht gleich überladen. Der letzte Weihnachtsmarkt in Bad Dürkheim war von einer Privatanbieterin unter dem Titel „Winterzauber“ (2007) beziehungsweise „Adventsmarkt“ (2008 und 2009) im oberen Kurpark aufgezogen, zweimal samt Eislaufbahn. Weil aber die (Grün-)Flächen zwischen Kurhaus und Ostertagbrunnen zu stark darunter litten, stellte die Spielbank als Grundstücksbesitzerin das Gelände nach drei Jahren nicht mehr zur Verfügung. (psp) Anmeldung Wer Interesse hat, am „Dürkheimer Advent“ am Stand der Vereine mitzuwirken oder wer als Gruppe oder privat mit einem kulinarischen, kunsthandwerklichen, kulturellen oder sonstigen Angebot teilnehmen möchte, sollte sich umgehend bei der Stadt melden: marcus.brill@bad-duerkheim.de, 06322 935-111.

x