Fussball
Freinsheim findet Schäfer-Nachfolger
„Wir haben mit einigen Kandidaten gesprochen und uns letztlich für Barisic entschieden. Goran passt zu Freinsheim, hat viel Erfahrung und große Qualitäten. Er ist ein Fußball-Fachmann“, ist Tobias Haffke, der Sportchef der Blau-Weißen, überzeugt. Beim FVF sei man sehr glücklich mit dieser Entscheidung, zumal der neue Übungsleiter, der aktuell noch den FC Croatia Ludwigshafen in der B-Klasse Rhein-Pfalz Süd trainiert, sich auf ein bewahrtes Duo stützen und verlassen kann. Sowohl Co-Trainer Ferdinand Schill als auch Torwarttrainer Sebastian Müller haben Haffkes Worten zufolge für die kommende Runde zugesagt.
„Freinsheim gilt in der Region als familiärer und gut geführter Verein. Strukturen und Trainingsbedingungen sind top“, betont Barisic. Außerdem sei die Schnittmenge groß, das habe er in den Gesprächen festgestellt. Positiv wertet der Kroate die lange Zeit, in der Schäfer erfolgreich in Freinsheim gearbeitet hat. „Ich kenne Christian gut, wir haben zusammen bei den Alten Herren des FC Arminia gespielt. Seine Erfolge hier nötigen mir Respekt ab“, verdeutlicht Barisic, der sich sehr auf die Aufgabe freut. Beim FC Croatia sei es wegen mangelnder Trainingsbeteiligung zunehmend schwieriger geworden. Das habe auch die Vereinsführung so gesehen, weshalb man sich einvernehmlich getrennt habe.
Die meisten seiner künftigen Spieler waren noch nicht geboren, als der Name Goran Barisic einen guten Klang besaß. Zu Beginn der 1990er Jahre war der gebürtige Bosnier, der aber schon lange die kroatische Staatangehörigkeit besitzt, ein brandgefährlicher Stürmer und gefürchteter Torjäger beim damaligen Fußball-Oberligisten SV Südwest Ludwigshafen, der zu dieser Zeit drittklassig war. „Das war eine sehr schöne Zeit“, sagt Kumpeltyp und Menschenfänger Barisic, der seit über 35 Jahren in Ludwigshafen lebt.
Der Lager- und Fuhrparkleiter in einer Großhandelsfirma ist dreifacher Großvater. „Ich nutzte jede freie Minute, um sie mit meinen Enkelinnen zu verbringen“, versichert der stolze Opa mit Blick auf die drei Mädchen seiner Tochter. Sein 29-jähriger Sohn Marc wird in der nächsten Runde übrigens beim SV Ruchheim spielen, der von Barisics Bruder Zdravko trainiert wird. Sollten die Ruchheimer aufsteigen, könnte es in der nächsten Spielzeit in den Begegnungen mit Freinsheim zu einem Bruderduell auf der Trainerbank kommen.
Wie Haffke weiter informierte, übernimmt der Ludwigshafener Ulrich Ehrhard das Traineramt bei der zweiten Garnitur des FVF, die in der B-Klasse Nord spielt. Der 60-jährige Übungsleiter war 17 Jahre lang ununterbrochen Coach, bevor er eine eineinhalbjährige Pause einlegte. „Zuvor habe ich ASV Maxdorf II, den TV Edigheim, BW Oppau, den PSV Grün-Weiß und VfR Friesenheim II trainiert“, berichtet Erhard. Der gelernte Maurer arbeitet bei einem Unternehmen in der Instandhaltung und kümmert sich um Rechnungsfreigaben, Bauabnahmen und um die Sicherheitsunterweisungen für Fremdfirmen. Ehrhard wird Nachfolger von Christian Hubach, der aufhört.
Verlassen werden das Bezirksligateam der Freinsheimer neben Jason Müller (Kickers Neuhofen) und Moussa Keita (SV Ruchheim) auch beide Weingärtner-Brüder. Defensivallrounder Fabian schließe sich dem Landesligisten FG 08 Mutterstadt an und folgt damit Mark Podgorsek, der diesen Weg vor einem Jahr einschlug. Weingärtners Bruder Leon, der Torwart ist, beende seine Laufbahn. Verpflichtetet habe der FVF Jan Brügger vom A-Junioren-Kreisligisten JSG Wachenheim/Niederkirchen.