Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Frühlingsmarkt: Lebenshilfe lockt mit 15.000 Pflanzen

Farbenfroher Arbeitsplatz: Mitarbeiter Alexander zeigt, was am Sonntag angeboten wird.
Farbenfroher Arbeitsplatz: Mitarbeiter Alexander zeigt, was am Sonntag angeboten wird.

15.000 Zier- und über 1000 Kräuterpflanzen warten beim Frühlingsmarkt der Lebenshilfe in Bad Dürkheim auf Käufer.

Gärtnern und cleveres Marketing schließen sich nicht aus. Der beliebte, weiß blühende Zauberschnee steht ganz hinten. Wer ihn sucht, muss durch alle Gewächshäuser und kommt dabei an sämtlichen anderen Pflanzen vorbei. „Besucherlenkung“, sagt Gärtner Markus Jung mit einem Augenzwinkern. Sorgen um den Absatz muss sich die Gärtnerei der Lebenshilfe beim Frühlingsmarkt am 26. April in der Regel aber nicht machen.

15.000 Zierpflanzen werden am Sonntag angeboten – 68 Kulturen beziehungsweise Sorten. Allein die Geranie gibt es in elf Farben, wobei „ziegelrot“ der Favorit ist, verrät Jung. Hinzu kommen 44 verschiedene Kräuter- und Heilpflanzen von Aloe vera bis Zitronenstrauch. Deren Menge wurde wegen der Nachfrage auf gut 1000 verdoppelt. Zusätzlich gibt es 13 Tomatenraritäten, die teilweise sehr schnell vergriffen sind, weiß Jung. Die meisten Pflanzen seien jedoch auch noch einige Wochen nach dem Markt erhältlich, betont er.

Seit Ende Februar im Einsatz

Für die Gärtner beginnt der Frühlingsmarkt bereits Ende Februar. Die ersten Pflanzen kommen an und werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Erde getopft. Um die Kraft in den Wuchs zu lenken, werden die Pflanzen sorgsam von ihren Blüten befreit, sagt Jung. Zuletzt seien die Blüten am vergangenen Freitag entfernt worden. Jetzt dürfen sie blühen, damit sie beim Fest in allen Farben leuchten. Das sei ein Unterschied zu manchem Baumarkt, findet Jung: Hier habe die Pflanze nicht nur „drei Blätter und eine Blüte“. Der Grund: Bei der Lebenshilfe gibt es mehr Zeit – und vor allem eines: mehr Mitarbeiter.

33 Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten hier, dazu kommen sieben Gruppenleiter. Im Gewächshaus sind es fünf bis sechs Menschen in der Stammbesetzung, sagt Jung. In der Hochsaison kommen bis zu vier Personen hinzu.

Was ist attraktiv für die Biene?

Ein Trend der vergangenen Jahre ist, dass die Hobbygärtner verstärkt auf bienenfreundliche Arten achten, erzählt Jung, der seit 13 Jahren hier arbeitet und seit acht Jahren für die Gewächshäuser zuständig ist. Deswegen weisen hölzerne Bienen auf besonders geeignete Sorten hin – das seien die meisten, betont Jung. Unattraktiv für die Biene ist ausgerechnet die beliebte Geranie.

Bienenfreundlich seien die Verbene oder die Cleome – und natürlich der Zauberschnee, von dem es rund 1000 Stück gibt. Außerdem verzeihen diese Pflanzen fast alles, wirbt Jung: zu viel Schatten, zu viel Sonne oder zu wenig Wasser. Man muss eben nur bis zum Ende des Gewächshauses laufen, um sie zu finden.

Info

Am Sonntag, 26. April, lädt die Lebenshilfe von 11 bis 17 Uhr zu ihrem Frühlingsmarkt in die Dürkheimer Werkstätten (Sägmühle 6) ein. Für Kinder gibt es eine Kindergärtnerei. Zum Essen werden Deftiges vom Grill, Vegetarisches aus der Küche sowie kühle Getränke vom Weinstand und Kaffee und Kuchen in der Cafeteria angeboten. Die Band Spätlees sorgt für Unterhaltung. Auch das Weingut der Lebenshilfe hat geöffnet. Danach hat der Sommerblumenverkauf regelmäßig geöffnet (solange der Vorrat reicht): Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr.

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