Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Früher Schock für FV Freinsheim

Mete Celik (weiss, SV Südwest) im Zweikampf mit Freinsheims Kevin Klein.
Mete Celik (weiss, SV Südwest) im Zweikampf mit Freinsheims Kevin Klein.

Bezirksligist FV Freinsheim hat zum Auftakt der Rückserie beim neuen Spitzenreiter Südwest Ludwigshafen 0:3 (0:3) verloren und ist auf Tabellenplatz 5 zurückgefallen.

Die Freinsheimer, die damit in beiden Spielen gegen den Titelaspiranten ohne eigenen Treffer blieben, verloren die Partie in den ersten 45 Minuten. „Es war wahrlich kein gutes Spiel, sondern ein Match auf arg bescheidenem Niveau. Vor allem nach der Pause musste man meinen, dass da nicht der Zweite gegen den Vierten spielt, sondern allenfalls der Zwölfte gegen den Tabellen-14.“, fasst FVF-Coach Christian Schäfer die 90 Minuten zusammen. Sein Team geriet bereits nach einer Minute 0:1 in Rückstand, als nach einem langen Einwurf der Gastgeber versucht wurde, per Kopf zu klären. Doch die Kugel blieb im Strafraum und fiel per Bogenlampe dem Schützen vor die Füße. „Obwohl wir in Überzahl waren, stand er völlig frei“, kritisiert Schäfer.

Die Entscheidung in einer extrem chancenarmen Begegnung fiel binnen einer Minute. Zunächst fälschte Dennis Striekert einen Freistoß aus rund 20 Metern so unglücklich ab, dass die Kugel den Weg ins eigene Netz fand (38.). Die Blau-Weißen hatten diesen Nackenschlag noch nicht weggesteckt, da legten die Ludwigshafener den dritten Treffer nach. „Das war das einzige schön herausgespielte Tor“, betont der Übungsleiter des FVF. Der Ball wurde mit einer technisch starken Aktion hinter die Kette gespielt, Torwart Marvin Bonomo und seine Vorderleute waren sich nicht einig, wer eingreifen soll, und schon war es passiert. Damit war die Partie nach 39 Minuten bereits gelaufen.

Über die zweiten 45 Minuten empfiehlt es sich, den Mantel des Schweigens zu legen. Die einen wollten nicht mehr, die anderen konnten nicht. Der SV Südwest verwaltete den Vorsprung, Freinsheim schaffte es nicht, den Favoriten in ernsthafte Gefahr zu bringen.

Also plätscherte der Kick ohne Höhepunkte dahin. Südwest hatte noch eine gute Freistoßchance, doch der Ball war zu zentral geschossen. „Wir hatten wohlwollend zwei Möglichkeiten“, verdeutlicht Schäfer. Das war einmal ein Kopfball des Ex-Südwestlers Kevin Klein nach einem Freistoß von Kapitän Thorsten Boller, der haarscharf am Tor vorbeiflog, und gegen Ende der Partie eine Chance für Lorenzo Iaquinta, dem aber Entschlossenheit und Gier fehlten.

„Unser Verteidigungsverhalten ist nicht gut, deshalb geraten wir häufig in Rückstand und somit rasch ins Hintertreffen“, betreibt der Trainer Ursachenforschung. Beim frühen 0:1 sei das Team viel zu passiv gewesen, insgesamt zu zögerlich sowie ohne Mut und irgendwie gehemmt aufgetreten. Man könne bei einem personell aufgerüsteten Titelkandidaten verlieren, auch 0:3. Man müsse sich aber mehr gegen die Niederlage wehren. Fazit: Der SV Südwest kam viel zu leicht und ohne sich groß anstrengen zu müssen, zu den drei Punkte.

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