Bewegt in jedem Alter Der Trockenschwimmer

Bei der einfacheren Variante bleiben beim Swimmer immer ein Arm und ein Bein auf dem Boden.
Bei der einfacheren Variante bleiben beim Swimmer immer ein Arm und ein Bein auf dem Boden.
Bei der anspruchsvolleren Variante sind beide Arme und Beine in der Luft. Atmen trotz Anspannung nicht vergessen!
Bei der anspruchsvolleren Variante sind beide Arme und Beine in der Luft. Atmen trotz Anspannung nicht vergessen!

Rumpfmuskeln bekommen in dieser Woche bei der Übung von Personal-Trainerin Lucie Packheiser aus Erpolzheim einiges zu tun. Sie hat sich den Swimmer ausgesucht.

Passend zum Badewetter bei strahlendem Sonnenschein hat sich Personal-Trainerin Lucie Packheiser den Swimmer als Übung gewählt. Mit Schwimmen hat die Bewegung tatsächlich ein wenig zu tun, unter anderem auch, dass man bei den aktuellen Temperaturen recht schnell in Schweiß gebadet sein dürfte – denn es wird anstrengend, vor allem bei der Variante für Fortgeschrittene. Eine „tolle Übung für den Rücken“, die so mancher vielleicht schon mal in Rückenschule oder -gymnastik gemacht hat, wird hier zur Pilatesübung abgewandelt, erzählt Packheiser.

Swimmer für Einsteiger

Erst mal geht’s entspannt los: Man legt sich auf den Boden. Das war’s dann aber auch mit Entspannung. In der Einsteigervariante, die auch Menschen mit Problemen mit der Lendenwirbelsäule machen können, bleibt nun immer diagonal ein Bein und ein Arm auf der Matte, der andere Arm wird aus dem Schultergelenk und das andere Bein aus dem Hüftgelenk anheben. Die Knie bleiben gestreckt und werden nicht gebeugt, die Daumen zeigen zur Decke.

Bevor die Übung startet, „zieht man den Bauchnabel Richtung Lendenwirbelsäule und zieht gedanklich einen großen, imaginären Reißverschluss vom Schambein bis zum Brustbein zu“, beschreibt die Trainerin. Das hilft den Bauchnabel einzuziehen und das Becken ruhig zu halten. „Denn die Beckenstabilität ist das A und O, das Becken darf bei der Übung nicht mitwackeln.“ Der Kopf bildet eine gerade Verlängerung der Wirbelsäule, der hintere Nacken ist lang und die Nasenspitze schwebt einen Zentimeter über dem Boden, die Schultern ziehen weg von den Ohren.

Nicht das Atmen vergessen!

Nun werden Arme und Beine im stetigen Wechsel überkreuz angehoben. „Beim Ausatmen heben, beim Einatmen ablegen“, erklärt Packheiser weiter und verrät, dass man bei der Übung gerne mal das Atmen vergisst, vor allem bei der schwierigeren Variante. Bei der schweben die Arme und Beine über dem Boden, statt sie abzulegen. Dann wird mit Beinen und Armen sozusagen hoch und runter.

Laut Packheiser trainiert der Swimmer die gesamte Rückenmuskulatur, vor allem tieferliegende kleine Muskeln, die die Wirbelsäule stabilisieren. Die Anstrengung merke man zuerst dort, wo die Schwachstellen im Rücken sind, oft am unteren Rücken oder im Nacken. Wichtig ist: „Es dürfen keine Schmerzen oder Krämpfe entstehen, aber es darf ruhig mal brennen“, weiß die Trainerin.

Wie oft? Drei Durchgänge mit je 30 Sekunden.

Die Serie

Drei Frauen aus der Region haben sich zusammengetan, um Menschen nach in Zeiten der Pandemie in Bewegung zu bringen. Lucie Packheiser, Vera Götz und Britta Blankenfuland haben auf ganz unterschiedliche Weisen mit Sport zu tun. Im wöchentlichen Wechsel kann mit ihnen trainiert werden.

x