Bad Dürkheim Der malende Ingenieur

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Karl Hoffmann ist vieles in einem: Maler und Autor, Ausstellungsinitiator, Heimatforscher, Kalligraph und nicht zuletzt Initiator des „Gimmeldinger Künstlernetzes“. Sein Problem sei, dass „der Tag keine 48 Stunden“ hat, lacht er. So bleibt dem agilen 82-Jährigen nichts anderes übrig, als Prioritäten zu setzen und sich einen Terminplan einzurichten.

Damit hat Hoffmann Erfahrung, denn auch früher schon war der Maschinenbauingenieur bei der BASF nur nach Feierabend künstlerisch tätig. Als Zeichner war er schon in der Studienzeit in den 50er Jahren hervorgetreten. Erstmals präsentiert wurden seine Bilder 1965 bei der BASF-Mitarbeiterausstellung „Kunst nach Feierabend“. Bis heute zeichnet er am liebsten, wie er es ihm Studium gelernt hat. Aber auch Maltechniken von Aquarell bis zu Acrylbildern hat er sich im Selbststudium beigebracht. Für Ölgemälde habe er nicht die Muse. Der Impuls für Hoffmann, sich 1965 an der Firmenausstellung zu beteiligen, kam von dem damaligen Leiter der BASF-Werksdruckerei, dem Gimmeldinger Gustav Rossi. „Ich war aufgeregt und erwartungsvoll auf die Resonanz meiner Bilder bei der Ausstellungseröffnung“, erinnert sich Karl Hoffmann. „Die Beachtung hat mich ermutigt, mich spätestens im Rentenalter ganz der Kunst und Kultur zu widmen“. Bis 1998 blieb er leidenschaftlicher „Feierabendmaler“ und erreichte auch einige Kunstpreise. Hoffmann stammt aus der Batschka, einem deutschsprachigen Siedlungsgebiet im heutigen Serbien und kam nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Mutter nach Gimmeldingen. Bereits in der Realschule fiel er mit seinem Zeichentalent auf, doch der Wunsch ein Kunststudium aufzunehmen, blieb ein Traum. Diese Erfahrung war für ihn auch der Hauptanlass, 2015 das „Gimmeldinger Künstlernetz“ als Verein zu begründen, der künstlerischen Talenten ohne Lobby eine Chance geben will, ihre Kunst öffentlich zu präsentieren. Größere Ausstellungen fanden und finden in der Meerspinnhalle, im Hetzelstift und am letzten November-Wochenende im GDA-Wohnstift statt. Das Team des Künstlernetzes will aber auch an das kulturelle Erbe Gimmeldingens erinnern und hat deshalb eine Serie von Bildbänden über im Dorf tätige Maler gestartet. Als erstes erschien 2015 ein Buch über Peter Koch. Weitere über Leben und Wirken der Künstler Gustav Rossi und Fritz Wiedemann sind geplant.

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