Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Biker am Dürkheimer Riesenfass: Reicht die neue Fläche für den Wochenendansturm?

Unter der Woche ist der Platz am Riesenfass ausreichend. Wie wird es hier am Wochenende aussehen?
Unter der Woche ist der Platz am Riesenfass ausreichend. Wie wird es hier am Wochenende aussehen?

Bis zu 20 Plätze hat die Stadt Bad Dürkheim für Motorradfahrer kostenfrei direkt vor dem Riesenfass angelegt. Warum die Biker die Planung dennoch kritisch sehen.

Wer in diesen Tagen am Dürkheimer Riesenfass entlangspaziert ist, wird es bereits gemerkt haben: An der Parkregelung hat sich etwas geändert – zumindest für die, die auf zwei Rädern unterwegs sind. Die Stadt Bad Dürkheim hat acht Auto-Parkplätze für das Abstellen von Motorrädern reserviert und dies durch Schilder, Poller und Absperrketten deutlich gemacht. Nach Angaben der Stadt sollen dort etwa 16 bis 20 Fahrzeuge geparkt werden können. Ergänzt wird das Angebot für Zweiräder um eine zweite Abstellanlage für Fahrräder, diese ist allerdings noch nicht installiert worden.

Parken werden die Motorräder kostenfrei. Auch eine Parkscheibe ist nicht nötig. Zur Erklärung: Der Wurstmarktparkplatz ist seit Sommer 2024 in zwei Teile geteilt. Für die meisten Parkplätze – 1120 – werden inzwischen fünf Euro pro Tag fällig. Der kleinere Teil umfasst 254 Stellplätze, die sich in unmittelbarer Nähe vor dem Riesenfass befinden. Dieser Bereich blieb gebührenfrei. Allerdings müssen Autofahrer eine Parkscheibe auslegen, um nachzuweisen, dass sie maximal drei Stunden dort parken. Auf diese Vorgabe wird bei den Motorrädern verzichtet – wohl weil die meisten Biker auf ihren Touren ohnehin keine Parkscheibe dabei haben dürften.

Die nun vorgestellte Regelung ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Das Riesenfass ist ein beliebter Treffpunkt für Biker. Oft standen sie dabei auf dem Gehweg vor dem Fass. Das war zwar nicht erlaubt, wurde aber geduldet. Weil das im vergangenen Jahr wegen der neuen Außenbestuhlung am Fass nicht mehr möglich ist, wanderten sie zunächst an den Fassrand. Das führte zu Konflikten. In einem nächsten Schritt wurden ihnen vier Auto-Parkplätze zugewiesen. Diese waren aber aus Sicht einiger Biker schlecht beschildert, außerdem ärgerten sie sich über Autos, die die Plätze blockierten. Nicht wenige parkten dann doch eher wieder nach Gefühl am Platzrand.

Probleme im Quadrat?

Biker Dennis Kral ist im vergangenen Jahr mit seinem Anliegen, der Schaffung von Parkplätzen speziell für Motorräder, an die Öffentlichkeit gegangen. Seine inzwischen abgeschlossene Petition zu diesem Thema erreichte über 600 Unterstützer. „Alle sind froh über die Erweiterung und Verbesserung“, sagt Kral heute.

Die jetzt gefundene Lösung sieht er aber auch kritisch. Bedenken hat er wegen der quadratischen Form der ausgewiesenen Parkfläche. Er geht davon aus, dass die Fahrer, die in der Mitte parken, beim Rangieren Probleme bekommen. Motorräder könnten auf diese Art zu Schaden kommen.

Ein sinnvoller Weg wäre aus seiner Sicht, die Reservierung nebeneinander liegender Parkplätze, also eine Art Schlauch statt eines Quadrats zu schaffen. Dann können die Bikes dicht nebeneinander aufgestellt werden, seien aber dann leicht zugänglich, denkt er. Bedenken gibt es auch, ob der Platz dem Ansturm an schönen Frühlingswochenenden gerecht wird.

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