Bad Dürkheim Bedrohungslage im Kreishaus: Kontrollen am Eingang

Zutritt ins Kreishaus ist nur nach einer Kontrolle über den Seiteneingang links neben dem Haupteingang möglich.
Zutritt ins Kreishaus ist nur nach einer Kontrolle über den Seiteneingang links neben dem Haupteingang möglich.

Wegen einer aktuellen Drohung gegen Mitarbeiter im Amt für Migration und Integration hat die Kreisverwaltung ihre Sicherheitsvorkehrungen im Eingangsbereich des Kreishauses verschärft.

Derzeit kontrolliert Vollzugspersonal der Kreisverwaltung den Eingangsbereich. Die automatische Schiebetür des Haupteingangs ist geschlossen, betreten werden kann das Kreishaus von externen Besuchern nur über die Seiteneingangstür links daneben. Dies diene der Sicherheit der Mitarbeiter, informierte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) am Montag die Mitglieder des Kreisausschusses.

„Wir sind seit einiger Zeit konfrontiert mit einer ganzen Reihe von Bedrohungssituationen“, erklärte Ihlenfeld. Diese seien verursacht von Einzelpersonen, die mit der eigenen Fallbearbeitung nicht zufrieden sind. Man habe dies bislang nicht „an die große Glocke hängen“ wollen, um keine Nachahmungen herauf zu beschwören.

Ihlenfeld erinnerte daran, dass das Kreishaus nach der Pandemie für eine kurze Zeit ungehindert betreten werden konnte. Als bedrohliche Fälle aufgetreten seien, habe man sich zum Schutz der Mitarbeiter auf den Zutritt nach Betätigung der Sprechanlage und der Vorstellung an der Eingangstheke verständigt.

Sicherheitsanalyse mit der Polizei

Man habe mit der Polizei inzwischen auch eine Schwachstellenanalyse vorgenommen, erläuterte Ihlenfeld. Deshalb werde jetzt die Pforte umgebaut und eine Art Kabine errichtet, in der sich die Mitarbeiter sicher fühlen könnten. Dies sei die Grundlage, um perspektivisch diesen Bereich wieder öffnen zu können. Man werde jedoch nach wie vor die Bürger bitten, nach Möglichkeit Termine zu vereinbaren.

Der Landrat sprach von einem „Phänomen“, das auch zahlreiche anderen Verwaltungen betreffe. So habe es beim Kreis Südliche Weinstraße ähnliche Fälle gegeben.

Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit wegen der aktuellen Bedrohungslage.

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