Kommentar
B271: Verhinderungstaktik mit Folgen
Vor ein paar Tagen hat sich bei einer Veranstaltung zur Landtagswahl in Herxheim am Berg der Verein „Pro Ost“ noch dafür gerühmt, für die lange Dauer des Genehmigungsverfahrens der B271 gesorgt zu haben. Angesichts der Verkehrssituation im Ort muss das für die geplagten Anwohner wie Hohn klingen. Rühmen muss man sich nun wirklich nicht für Abgase und Lärm im Ort. Inzwischen, so berichtet der Moderator des Abends, geht es dem Verein darum, die Straße generell zu verhindern. Eine Ost-Trasse lasse sich sowieso nicht mehr umsetzen, meint er.
Auf der anderen Seite will man sich aber auch nicht von fertigen Umgehungen im Norden und Süden einkesseln lassen und bat die Landtagskandidaten förmlich darum, sich doch dafür einzusetzen, dass Herxheim parallel zu Kallstadt und Ungstein gebaut wird. Ähnliche Töne hört man nun auch vom Bürgermeister, der bei der Landtagswahldiskussion zur B271 noch davon sprach, dass es „den Scheiß“ dieser Umgehungsstraße zu verhindern gelte.
Ja was denn nun? Den im Verkehr erstickenden Anwohnern würde man jedenfalls eine schnelle Lösung wünschen. Doch die wird es nicht geben.
