Dackenheim Applaus für den Altbürgermeister

Der neue Dackenheimer Gemeinderat (von links): Doris Mäurer, Dietmar Neu, Christian Friedrich, Bürgermeister Matthias Fankhänel,
Der neue Dackenheimer Gemeinderat (von links): Doris Mäurer, Dietmar Neu, Christian Friedrich, Bürgermeister Matthias Fankhänel, die Beigeordneten Bernhard Vogt und Birgit Lattschar, Beate Mäurer, Martin Griesshaber und Teresa Kuhn.

Der frühere Bürgermeister Edwin Schrank hat seinen Nachfolger Matthias Fankhänel am Montag zum Bürgermeister ernannt. Mit Beifall verabschiedeten Zuschauer und Ratsmitglieder Schrank.

Der 75-Jährige war 30 Jahre Bürgermeister und 15 Jahre Beigeordneter von Dackenheim. „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass eine Ära zu Ende geht“, so Fankhänel. Schrank habe Dackenheim „mit unermüdlichem Engagement geformt und geprägt“. Ihm sei es zu verdanken, dass sich Dackenheim von vielen anderen Dörfern abhebe und finanziell gut dastehe. „Ich führe diese Gemeinde wie ein Unternehmen“ sei stets Schranks Motto gewesen. Er habe immer versucht, pragmatische Lösungen zu finden, sei „ein Kümmerer und ständiger Ansprechpartner“ gewesen und habe als Erster angepackt, wenn es etwas zu tun gab.

Als einige „Meilensteine“ während des 45-jährigen Engagements von Schrank nannte Fankhänel die Ansiedlung des Golfplatzes, die Neugestaltung des Kirchplatzes und die Weiterentwicklung des Dorfes durch mehrere Bebauungspläne. So sei das Dorf gewachsen von 311 Einwohnern im Jahr 1990 auf 462 im Jahr 2022. Dackenheim habe davon profitiert, dass Schrank den „Forscherdrang“ habe, immer wieder neue Sachen auszuprobieren, so Fankhänel. Er betonte, dass Schranks Ehefrau Elisabeth ihren Mann immer unterstützt und selbst sehr viel im Ort getan habe. So habe sie sich viele Jahre um das Dorfgemeinschaftshaus gekümmert.

In so einer kleinen Gemeinde sei vieles nur möglich, „wenn man zusammensteht und manches auf dem kurzen Dienstweg erledigt“, sagte Schrank. Er äußerte den Wunsch, „dass ihr alle zusammensteht und dieses Kleinod Dackenheim erhaltet“.

Fankhänel hatte eine Bitte an seinen Vorgänger: „Seien Sie nachsichtig mit Ihrem Nachfolger. Ich tue mein Bestes, aber ich werde es nicht so hinkriegen, wie Sie es gemacht haben“. Schrank bekam eine Ehrenurkunde des Gemeinde- und Städtebunds, eine Dankesurkunde und ein kleines Präsent, seine Ehefrau Blumen. Eine offizielle Verabschiedung ist für den 25. September, 17.30 Uhr, auf dem Kirchplatz geplant.

Verabschiedet wurde auch Bernd Goldmann, der seit 2009 Beigeordneter und vorher zehn Jahr Ratsmitglied gewesen war. Seine Gelassenheit, seine ruhige, ausgleichende, abwägende, dem Kompromiss zugeneigte Art werde fehlen, sagte Fankhänel.

Als anstehende Aufgaben des neuen Rates nannte Fankhänel die weitere Entwicklung des Dorfkerns und des Kirchplatzes, den Abschluss des Baugebiets Friedhofstraße, eine Entscheidung über die Nutzung des Grundstücks Kirchheimer Straße 1 und die Verlegung von Glasfaserkabeln. Dauerthemen seien Dorfgemeinschaftshaus, Spielplatz, Friedhof und Pflege des Dorfes.

Wichtig sei ihm eine Stärkung der Dorfgemeinschaft und dass alle Bürger Informationen bekommen, betonte Fankhänel. Er wolle Treffpunkte im Dorf schaffen und das Ehrenamt würdigen und stärken.

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