Fussball
0:2 in Altdorf-Böbingen: Rot-Weiss Seebach lässt Hochkaräter liegen
Rot-Weiss Seebach hat das erste Punktspiel im neuen Jahr beim SV Altdorf-Böbingen 0:2 (0:1) verloren und rutscht in der Rangliste der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt auf den vierten Tabellenplatz ab.
„Ich kann meiner Mannschaft bis auf die mangelhafte Chancenverwertung keinen Vorwurf machen“, resümiert der Seebacher Trainer Jan Marvin Dell. In der hektischen und von mancher Unsauberkeit geprägten Begegnung hatte Rot-Weiss mehr vom Spiel, ließ den Ball phasenweise gut laufen und zeigte schöne Passstafetten. In den entscheidenden Momenten, wenn es nämlich galt, die Kugel über die gegnerische Torlinie zu bugsieren, hatten die Gäste jedoch unübersehbare Mängel. „Zur Pause müssen wir schon klar führen“, hadert der Coach. Altdorf-Böbingen hatte zwar den einen oder anderen guten Moment, wurde aber nur selten richtig gefährlich.
Die erste große Gelegenheit hatte Sven Schuhmann, der Kapitän der Rot-Weissen. Er traf aus der Distanz den Pfosten und schoss den Abpraller über das Tor (6.). Zum ersten Mal im Brennpunkt stand der lauf Dell überforderte Unparteiische, als Marcel Kaltenbach an der Mittellinie vom letzten Mann der Gastgeber gefoult wurde. „Statt eine Rote Karte für eine Notbremse gab es nur Gelb, weil es noch ein weiter Weg zum Tor gewesen sei. Wir waren aber drei gegen einen“, schildert Dell die Situation (25.). Auch eine Attacke mit gestrecktem Bein gegen das Knie von Robin Schwehm sei nur mit „Gelb“ geahndet worden (38.). Seebachs Übungsleiter übt aber keine Kritik am Gegner: „Der SVA hat nur den Rahmen ausgenutzt, den der Schiedsrichter zugelassen hat.“
Nach einem der besten Angriffe von Rot-Weiss verhinderte ein Zuspiel von Rémi Jahnel in den Rücken von Kaltenbach das Führungstor (40.). Weitere Möglichkeiten ließen Innenverteidiger Fabian Bauer aus kurzer Distanz per Kopf nach einer Ecke von Jahnel (42.) und Fabian Wenz, der am Torhüter scheiterte, aus (43.). Doch es kam noch schlimmer, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang den extrem heimstarken und bissigen Einheimischen nach einem schlecht geklärten Angriff, das 1:0, das der SVA zugegebenermaßen gut herausspielte (45.+1). Den Querpass vom Flügel musste der Torschütze nur noch über die Linie drücken.
Im zweiten Abschnitt waren die Gäste zwar permanent am Drücker, kamen aber gegen die tief gestaffelten Altdorf-Böbinger zu keinen ganz klaren Chancen mehr. Zudem gelang den Platzherren früh das 2:0, als ein Stürmer bei einem flachen Zuspiel von Torwart Peer Mauelshagen auf Lucas Kohl Lunte roch, den Ball erobert und traf (54.). Auch jetzt stand der Referee wieder im Mittelpunkt. „Er kann für uns einen Handelfmeter und muss einen Foulelfmeter pfeifen“, kritisierte Dell. Auch die Zeitstrafe für Kaltenbach (73.) sei total unberechtigt gewesen.
Und schließlich gab es eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit noch jeweils eine Gelb-Rote Karte. Für einen Akteur des SVA, der Schuhmann „mit einem groben und unnötigen Foul von den Beinen holte“ und Daniel Manß, der sich den Übeltäter zur Brust nahm.