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Montag, 14. Januar 2019 Drucken

Bad Dürkheim: Lokalsport

Zu spät aufgewacht

HOCKEY: Dürkheimer HC unterliegt THC Würzberg mit 5:7 – Tolle Aufholjagd kann miserable erste Halbzeit nicht wettmachen

von Volker Endres

Eine der wenigen Chancen in der ersten Halbzeit für den heimischen DHC hatte Julius Neu (schwarzes Trikot, Mitte), der einen Schritt zu spät vor dem Würzburger Keeper war.

Eine der wenigen Chancen in der ersten Halbzeit für den heimischen DHC hatte Julius Neu (schwarzes Trikot, Mitte), der einen Schritt zu spät vor dem Würzburger Keeper war. ( Foto: Thorsten von Löbbecke)

Im Abstiegskampf der Ersten Regionalliga Süd haben die Herren des Dürkheimer HC einen weiteren Rückschlag erlitten. Im Kellerduell gegen den HTC Würzburg unterlagen die Gastgeber mit 5:7 (0:4).

Erst als alles zu spät war, wachten die Gastgeber auf, schalteten nach dem 0:5 (33.) um zwei Gänge hoch, kämpften nun verbissen um jeden Ball und wären dafür sogar beinahe noch belohnt worden, traf doch Jonathan Strauß zum 5:6-Anschlusstreffer (52.) und hatte Jonathan Schmitt per Strafecke zwei Minuten später den Ausgleich auf dem Schläger. Er scheiterte an der herausgelaufenen Abwehr. Stattdessen verwandelte Würzburg seinerseits die zweite kurze Ecke durch Julian Bleibaum zum 5:7 (57.) und damit der Entscheidung.

Der erste Dämpfer kam schon vor dem Anpfiff. Routinier Michael Purps musste eine halbe Stunde vor dem Treffpunkt passen. Knieprobleme verhinderten seinen Einsatz. „Er hätte in der Defensive die Ansagen machen sollen“, verdeutlichte Mannschaftskapitän Schmitt die Bedeutung des Ausfalls. In Windeseile musste DHC-Trainer Andreas Schanninger ein neues Konzept zusammenzimmern, lag die Hauptlast in der Defensive nun bei Christian Dopp.

An ihm lag es aber nicht, dass die Gastgeber im ersten Durchgang gehemmt und ohne den letzten Biss agierten. „In der ersten Hälfte hat alles gefehlt: Körperspannung, Einstellung, Tempo. Man hat nicht gemerkt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen“, sagte Schanninger. Das frühe 0:1 (3.) durch Luis Link spielte den defensiv eingestellten Gästen in die Karten. Sie konnten nun auf Fehler lauern, konterten die Gastgeber eiskalt aus. Große Effizienz, die aber auch durch ein naives Rückzugsverhalten des DHC erleichtert wurde. Das 0:2 und 0:3 (15./19.) durch Julian Walz fielen identisch. Zum 0:4 traf Philip Bleibaum per Strafecke (24.). Nach dem ersten Abschnitt war der DHC erledigt. Zumal der zweite Durchgang mit dem 0:5 und damit dem nächsten Nackenschlag begann. Mehr als beinahe schon höhnischen Applaus gab es für das 1:5 (37.) nicht. Lasse Nehrdich hatte praktisch aus dem Nichts getroffen. Kein Hoffnungsschimmer. Im Gegenzug spazierten die Würzburger ohne größere Gegenwehr durch die DHC-Hälfte, traf Peter Forster zum 1:6 (58.).

„Ich hatte trotz des Rückstands immer das Gefühl, dass wir die Partie drehen können. Ich fand, wir waren nicht schlechter als Würzburg“, gab Schmitt einen Einblick in seine Gefühlswelt. Er selbst ging nun mit gutem Beispiel voran, verkürzte erst per Ecke (40.) und dann im energischen Nachsetzen auf 3:6 (42.). Zur Belohnung durfte er zur Verschnaufpause auf die Bank. Schließlich hatte Schanninger noch Pläne für seinen Aktivposten, brachte ihn elf Minuten als weiteren Feldspieler für den schuldlosen Torhüter Alexander Riedle.

Und Schmitt lieferte, traf erneut per Strafecke zum 4:6 (50.). Die Halle vibrierte. Erst recht, als Jonathan Strauß acht Minuten vor dem Ende den endgültigen Anschluss hergestellt hatte. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Entsprechend groß der Frust aufseiten der Gastgeber: „Wir haben erst funktioniert, als wir weit hinten lagen. Insgesamt war das alles zu langsam, und wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, haderte Trainer Schanninger.

So spielten sie

Dürkheimer HC: Riedle – Crant-Crossett, Dopp, Franken, Krauß, Nehrdich, Neu, Pacyna, Schmitt, Strauß, Tebel. |env

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