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Donnerstag, 21. Dezember 2017 Drucken

Bad Dürkheim

Wurstmarkt: Die ersten Fahrgeschäfte stehen fest

Wurstmarktausschuss wählt aus fast 190 Bewerbungen 15 Großgeschäfte für den Platzausbau 2018 aus

Von Peter Spengler

Zwei Klassiker auf einem Bild: Der „Super-Wellenreiter“ vor der Riesenschaukel „Best XXL“.

Zwei Klassiker auf einem Bild: Der „Super-Wellenreiter“ vor der Riesenschaukel „Best XXL“. ( Foto: Franck)

Die Standorte der Großattraktionen 2018. Die Kinderkarussells folgen noch.

Die Standorte der Großattraktionen 2018. Die Kinderkarussells folgen noch. ( Grafik: Dostal)

„In 80 Metern rund um die Welt“: der Jules Verne Tower.

„In 80 Metern rund um die Welt“: der Jules Verne Tower. ( Foto: Goetzke)

Wurstmarkt-Premiere: das vierstöckige Fun House „Happy Family“.

Wurstmarkt-Premiere: das vierstöckige Fun House „Happy Family“. ( Foto: Ride-Index.de)

Noch eine Wurstmarkt-Premiere: der 3D-Rotierer „Ghost Rider“.

Noch eine Wurstmarkt-Premiere: der 3D-Rotierer „Ghost Rider“. ( Foto: Ride-Index.de)

Mit Totengräberkutsche und Zottelmonster: Die große Geisterbahn mit 30-Meter-Front.

Mit Totengräberkutsche und Zottelmonster: Die große Geisterbahn mit 30-Meter-Front. ( Foto: Ride-Index.de)

Die „dicksten Brocken“ stehen fest: Der städtische Festausschuss hat am Montagabend bei der ersten Vergaberunde für den Wurstmarkt 2018 als erstes wieder die großen Fahr- und Laufgeschäfte ausgewählt – und zugleich deren Standorte festgelegt. Davon hängt der Platzaufbau insgesamt ab und damit auch die Frage, welche Kleinschausteller und Beschicker in einer zweiten Sitzung im Februar den Zuschlag bekommen.

Stand heute dürften demnach 15 Großgeschäfte auf dem Gelände stehen – aus insgesamt knapp 190 Bewerbungen! Mit gut 1600 Quadratmetern vor dem Mercure-Hotel wird den meisten Platz die spannendste Neuheit beanspruchen, die „Wilde Maus XXL“ von Eberhard & Sohn aus Hamburg – laut Firmenhomepage die einzige weltweit, bei der man die rasante Fahrt aus 30 Metern Höhe und über annähernd 600 Metern Strecke mit drei Tälern („Drops“) auch durch eine Virtual-Reality-Brille erleben kann. Die Premiere ging eben erst im November auf dem Bremer Freimarkt über die Bühne, zurzeit drehen die zehn beleuchteten Gondeln auf dem Hyde Park Winter Wonderland in London ihre Runden.

Riesenschaukel vorgezogen

 

Einen weiteren Überflieger in „Übergröße“ bringt die bayrische Schaustellerfamilie Zinnecker auf den Platz, nämlich die Riesenschaukel „Best XXL“ (20 Sitze) mit einer Flughöhe von 45 Metern und einer Fackel an der Spitze. Sie bekam vom Wurstmarktausschuss den Vorzug gegenüber einem „Propeller“, wie ihn letztes Jahr Debütant „Apollo 13“ darstellte. Der aber hatte wohl nicht nur in Bad Dürkheim (Ausfall an sechs von neun Tagen) Probleme gehabt, hieß es in der Sitzung, so dass die Stadt zunächst den bis zu 80 Meter hohen neuen Zinnecker-Star „Godzilla“ engagieren wollte. Der aber ist gegenwärtig noch gar nicht fertig gebaut, so dass der Ausschuss seiner Linie treu blieb, kein Großgeschäft zu nehmen, das noch nicht gebaut, geschweige denn schon irgendwo gefahren ist.

Ein kleinerer Propeller wiederum wurde als zu mickrig angesehen, so dass man sich alternativ für eine zweite Schaukel entschied – aber beim Zinnecker-Clan blieb: Aus deren „Stall“ kommt nun erstmals der „Avenger Royal“, der zwölf Passagiere zwar „nur“ auf 26 Meter in den Himmel hievt, sich dafür aber komplett überschlägt.

Ein Turm vors Fass

 

Vors Fass wollte die Verwaltung wieder „etwas Turmartiges“ stellen, Freefalltower oder Mega-Kettenreitschul war die Frage. Das Gremium folgte dem Eindruck Bernd Heusslers vom Marktbüro, der von einem „megaattraktiven“ Jules Verne Tower sprach. Der Kettenflieger stand im April bei der Frankfurter Dippemess erstmals auf einem deutschen Festplatz. Von der Bauart her Zwilling des Kettenkarussells „Sky Dance“ von 2012, punktet aber mit seiner Aufmachung und dem an einen Verne-Klassiker angelehnten Konzept „In 80 Metern rund um die Welt“. Was die Flughöhe verrät – für jeweils 32 Leute das höchste Erlebnis auf dem Wurstmarkt 2018.

Das lustigste Erlebnis, zumindest für die Laufgeschäft-Klientel, wird die „Happy Family“ bieten: Ein Fun House über vier Etagen – von Machart und Ausstattung (inklusive Rutsche in Schneckennudelform zum Schluss) wie jedes andere, jedoch mit quietschbunter 24-Meter-Front und nettem „Spitzeneffekt“: Super-Mario als Raketen-Reiter.

Niemals dasselbe Gruselhaus

 

Bliebe noch die letzte Neuheit. Auf dem „1a-Platz“ (Marktbürochef Marcus Brill) vis-à-vis vom Riesenrad, wo einst der „Polyp“ Kult wurde, gibt erstmals der „Ghost Rider“ Galopp – eine mehrdimensional rotierende Scheibe mit 16 Zweiergondeln wie so viele andere vor ihm, aber mit neuem Look in Lack.

An einem weiteren Prinzip hielt der Ausschuss bei der Auswahl der obligatorischen Geisterbahn fest: niemals dasselbe Gruselhaus wie im Jahr zuvor. Im Grunde hätte der Holländers Molengraft-Sipkema es verdient gehabt, seine „Geister-Villa“ wieder aufzubauen, nachdem er in diesem Jahr kurzfristig eingesprungen war. So bleibt ihm nur ein Bonus für 2019, weil diesmal „Die große Geisterbahn“ gastiert – laut Website von Betreiber Schütze die größte Zwei-Stock-Gruselbude Europas.

Alte Bekannte

 

Der Rest an Großgeschäften sind alte Bekannte, die zuletzt heuer da waren (siehe Grafik). Bei der Februar-Vergabe werden noch die Kinderkarussells hinzukommen. Hier bekam allein der Mini-Autoskooter bereits den Zuschlag, weil direkt daneben aus Bürgermeister Gloggers neuer Lieblingskategorie „Schunkler und Hopser“ die bewährte Bayernwippe noch passt – wenn auch an anderem Platz als zuletzt.

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