Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Freitag, 13. April 2018 Drucken

Wurstmarkt

Wuma-Glas mit Logo

Bad Dürkheim: Gläser und Wurstmarkt – das ist ein altes Thema mit immer neuen Aspekten. In diesem Jahr kommt ein neues Logo-Glas hinzu. Und das Pfand wird teurer.

Von Julia Plantz

Das Logo-Glas.

Das Logo-Glas. ( Foto: Stadt/frei)

Künftig glänzen neben den Dubbegläsern der Standbetreiber auch noch die neuen Logo-Gläser in der Spätsommersonne. Und egal welches Glas der Wurstmarkt-Besucher erwischt: Künftig werden drei Euro Pfand pro Stück fällig.

Künftig glänzen neben den Dubbegläsern der Standbetreiber auch noch die neuen Logo-Gläser in der Spätsommersonne. Und egal welches Glas der Wurstmarkt-Besucher erwischt: Künftig werden drei Euro Pfand pro Stück fällig. ( Foto: Franck)

Der Wurstmarkt hat ein neues Logo. Und das soll künftig nicht nur Fahnenmaste und Souvenirs schmücken, sondern auch die Dubbegläser zieren, die an den Ausschankstellen verwendet werden. Dabei bleiben die bisherigen Gläser der Vereine und Winzer aber bestehen. Dieses Konzept stellte Tourismus-Chef Marcus Brill dem Wurstmarktausschuss am Mittwochabend vor. Das Gremium konnte sich – trotz vereinzelter Bedenken – dann auch für die Idee begeistern. Eine weitere Änderung, die so gut wie jeden Wurstmarktbesucher betreffen wird, wurde bei der Sitzung auch deutlich: Das Glaspfand erhöht sich an allen Ausschankstellen auf dem Platz von zwei auf drei Euro.

Wie Brill erläuterte, sollen rund 15.000 Logo-Gläser hergestellt werden, die die Winzer bestellen können. Statt für die abhandengekommenen Gläser des letzten Jahres neue im eigenen Design zu ordern, können die Winzer die neuen Gläser anfordern, um so in Spitzenzeiten den Zusatzbedarf abzufedern, so der Grundgedanke. Die Stadt schätzt, dass die Schubkarchstände insgesamt jeweils zwischen 900 bis 1800 Gläsern vorhalten.

Die Stadt erhoffe sich mit dem Logo-Glas nun ein „zusätzliches Marketinginstrument“, so Brill. Er geht davon aus, dass die Gläser in großer Anzahl von den Wurstmarktbesuchern mit nach Hause genommen werden. Den Ertrag, den die Gläser bringen, wolle sich die Stadt mit den Winzern teilen. Am Ende des Wurstmarktes übernehme die Stadt die Rücknahme und die Abrechnung, so die Stadt.

Zusätzlich wird so ein weiteres Wurstmarkt-Sammelobjekt geschaffen. Wer möchte, kann jetzt nicht nur jährlich wechselnde Bärchen oder Dubbeorden sammeln, sondern nun eben auch das Wurstmarkt-Dubbeglas. Über neun Jahre hinweg soll zu jedem neuen Wurstmarkt ein neues Glas kommen, bei dem jeweils die Farbigkeit des Logos variieren wird.

Frank Grieger (FWG) wäre sogar noch einen Schritt weitergegangen und regte an, das neue Glas als Einheitsglas einzusetzen und die alten Gläser nach und nach abzubauen. „Es gibt immer noch Probleme“, sagte Grieger über das jetzige Pfandsystem. Denn in der Theorie sollte jeder Schubkarchstand jedes Glas eines anderen Standes annehmen, in der Praxis gebe es aber Schwierigkeiten, so Grieger. „Das wäre jetzt die Chance bei Null anzufangen“.

„Der Charme des Wurstmarkts ist die Vielfalt“, widersprach Johannes Steiniger (CDU). Er unterstützte ebenso wie seine Parteikollegen den Vorschlag der Stadt, nur eine begrenzte Anzahl an Logo-Gläsern in Umlauf zu bringen.

Sibylle Heißler (Grüne) zeigte sich skeptisch. Das Pfandsystem funktioniere derzeit „einigermaßen“, sie sieht mit den neuen Gläsern nun mehr Arbeit auf die Schubkarchstand-Betreiber zukommen. Auch Kurt Lang (FWG) äußerte sich kritisch.

Letztlich gab es ein einstimmiges Votum bei einer Enthaltung, den Versuch zu wagen. Damit sind die Winzer verpflichtet, das Logo-Glas zurückzunehmen.

Der neue Messenger Service



Pfalz-Ticker