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Dienstag, 15. Januar 2019 Drucken

Bad Dürkheim: Lokalsport

Rote Karte mit Hallo-Wach-Effekt

Handball: HSG Eckbachtal schlägt Völklingen 28:20 – Baumanns Platzverweis für Trainer unverständlich

Von Andreas Beckmann

Jochen Schloß war mit sieben Toren bester Werfer der „Gekkos“.

Jochen Schloß war mit sieben Toren bester Werfer der „Gekkos“. ( Foto: BOLTE)

«Dirmstein.» Etwas zu deutlich hat Handball-Oberligist HSG Eckbachtal das Heimspiel gegen die HSG Völklingen gewonnen. 28:20 (12:12) behielten die „Gekkos“ die Oberhand. Der Sieg kam zum großen Teil ohne Spielmacher Peter Baumann zustande. Der Routinier sah nach 15 Minuten die Rote Karte.

Peter Baumann wirkte nach einer Viertelstunde überrascht, als er „Rot“ sah. Der Geste der Unparteiischen nach zu urteilen, soll er gestoßen haben. Für HSG-Trainer Thorsten Koch war die Hinausstellung unverständlich. Allerdings war der Verlust Baumanns laut Koch ein Hallo-Wach-Effekt. „Danach haben wir mit mehr Entschlossenheit gespielt und in der Abwehr besser dagegengehalten.“ Ähnlich äußerte sich auch Maximilian Schreiber, mit sechs Toren zweitbester Werfer der Eckbachtaler hinter Jochen Schloß (7). „Die Rote Karte war so etwas wie die Initialzündung, davor haben etwa zehn Prozent bei uns gefehlt.“

Die Gäste waren zunächst besser in die Partie gekommen. Mit viel Ruhe lief der Ball über viele Stationen, bis der freie Mann gefunden war. Das Angriffsspiel der Eckbachtaler dagegen stockte noch. Völklingen führte 3:6 und 5:7. Doch nach der Roten Karte für Baumann war der Kampfgeist der „Gekkos“ geweckt.

Noch in Unterzahl setzte sich Schreiber zweimal entschlossen durch und holte einen Siebenmeter heraus, den Michael Betz zur 8:7-Führung nutzte (19.). Bis zum Seitenwechsel blieb es ausgeglichen. Einen Rückstand der Gastgeber zur Halbzeit verhinderte der starke Mohamed Subab mit dem 12:12.

Nach der Pause versuchte es Gästetrainer Berthold Kreuser mit einer Manndeckung gegen Schreiber. Doch Eckbachtal war in Hälfte zwei von Beginn an besser im Spiel. Betz, der für Baumann auf die Spielmacherposition gerückt war, fand nun immer öfter die Lücke zu Kreisläufer Carsten Wenzel. Weshalb sich das mit der Manndeckung gegen Schreiber auch bald wieder erledigt hatte.

Das 16:13 nach 36 Minuten war die erste Drei-Tore-Führung der „Gekkos“ gegen im Angriff stark nachlassende Saarländer. „Wir hatten nur noch eine kritische Phase nach etwa 47 Minuten, als Michael Betz einen Siebenmeter auch im Nachwurf nicht verwandelte und Völklingen in der Folge zweimal bis auf zwei Tore herankam. Dass wir am Ende deutlich mit 28:20 gewinnen, wird dem Spielverlauf nicht ganz gerecht, es war enger“, bilanzierte der HSG-Trainer.

Ihren Anteil zum Sieg steuerten erneut die Eckbachtaler Keeper bei. Tobias Häuselmann stand zwischen den Pfosten und zeigte sehenswerte Paraden. Rouven Hahn kam für einen Siebenmeter – und parierte den Wurf von Alexander Saunus, mit sechs Toren bester Völklinger. Bei den „Gekkos“ gelangen Nisse Nehrdich seine ersten beiden Treffer in der Oberliga.

Positiv mitnehmen kann die HSG, dass sie auch ohne Peter Baumann, der seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat, erfolgreich in der Oberliga spielen kann. Michael Betz, Jochen Schloß und Julian Pozywio sprangen in die Bresche und zeigten sehenswerte Spielzüge. „Da hatte ich auch keine Bedenken“, meinte Thorsten Koch. Sein Blick ging schon zur nächsten Partie. Am 26. Januar gastiert die HSG beim TV Homburg. „Mit einem Sieg können wir den Abstand auf die Abstiegsplätze weiter vergrößern“, betonte er. Eckbachtal verbesserte sich auf Rang neun.

So spielten sie

HSG Eckbachtal:

Häuselmann, Hahn (ein Siebenmeter) - Kassel , Subab (4), Lerzer, Schloß (7/1), Schreiber (6), Baumann (1), Pozywio (1), Michael Betz (3/2), Wenzel (2), Kluzik, Staats (2), Nehrdich (2)

HSG Völklingen:

Kessler, Reuber - Dreier, Poro (2), Hendrik Balthasar, Petö (1), Nicholas Balthasar (1), Poro, Cristescu (4), Thomas Jung (1), Merzinger (1), Saunus (6/2), Christian Jung (2), Hoff (2)

Spielfilm:

2:1 (3.), 3:6 (9.), 5:7 (13.), 8:7 (19.), 10:10 (24.), 12:12 (Halbzeit), 16:13 (35.), 19:16, (48.), 20:18 (50.), 24:20, (56.), 28:20 (Ende)

Siebenmeter:

6/3 - 3/2 - Zeitstrafen:

2/3 - Rote Karte:

Baumann (15.) - Beste Spieler:

Schreiber, Schloß, Subab, Häuselmann - Kessler, Cristescu, Saunus - Zuschauer:

170 - Schiedsrichter:

Rostek/Ebert (Andernach/Weibern).

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