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Samstag, 24. Februar 2018 Drucken

Wurstmarkt

Neues Wurstmarkt-Logo: Wie hätten Sie entschieden?

Logo 3: Der Beitrag der „Medienagenten“.

Logo 3: Der Beitrag der „Medienagenten“. ( Fotos: stadt/frei)

Durch meine Brille: Der Wurstmarktausschuss - und damit ein recht kleiner Kreis - hat das neue Erkennungszeichen ausgesucht

Der Wurstmarkt, das ist dem Dürkheimer und natürlich auch der Dürkheimerin etwas fast Heiliges, liebe Leserinnen und Leser. Deshalb ist auch die Entscheidung für ein neues Wurstmarktlogo im Wurstmarktausschuss, wenn auch nicht mit heiligem Ernst, aber doch mit großer Sorgfalt getroffen worden.

Drei Logos lagen dem Ausschuss vor, nachdem eine Jury aus Verwaltung und Stadtratsfraktionen aus elf Vorschlägen die ihrer Meinung nach Besten ausgewählt hatte.

Farbiges Feuerwerk und dominantes Dubbeglas

Logo Nummer eins steuerte das Dürkheimer Unternehmen „Print Online“ bei. Ein angedeutetes Riesenrad am linken Rand soll in der „Verlängerung“ am rechten Radrand zugleich das Dürkheimer Fass symbolisieren. Ein Dubbeglas steht im Feuerwerk. Der Schriftzug ist dominant. Der zweite Entwurf von der Agentur „Inselstürmer“– am Ende siegreich – setzt auf farbiges Feuerwerk, dominantes Dubbeglas und einen Hinweis auf das Gründungsjahr. Das dritte Logo schließlich war gar kein neuer Wurf, sondern eine Rückbesinnung auf den Winzermeister, der einst für den Wurstmarkt warb. Dieser Vorschlag, der von der Ausschreibung abwich – die forderte Modernität und bestimmte Symbole – stammte von den Dürkheimer „Medienagenten“.

Winzermeister hat keine Freunde

Über den – optisch leicht modernisierten – Winzer wurde letztlich dann auch am meisten gesprochen. Nicht modern genug, gar ein Rückschritt sei er. Die einen sahen in der Winzermütze eine Schiebermütze und damit Anklänge an den Kommunismus. Andere in der altertümlichen Schrift gar den Nationalsozialismus. Der Winzerkopf sei ihnen lieb und teuer, so der Ausschuss. Aber bitte nicht als Logo. Den kenne doch 50 Kilometer entfernt schon keiner mehr, er erinnere nicht an ein Volksfest. Kurz: Der Winzerkopf hatte als Logo keine Fans im Wurstmarktgremium – mit Ausnahme von Kurt Lang (FWG).

Kein klares "Das ist es!"

Letztlich ist es eine Geschmacksfrage, so sah das auch der Ausschuss, der sich nach Ausschluss des Winzerkopfes noch zwischen den zwei ersten Varianten zu entscheiden hatte. Eine Abstimmung, die Logo Nummer zwei mit elf zu sieben Stimmen gewann. Ein klares „Das ist es!“ blieb aus. Weil es eine reine Geschmacksfrage ist und weil dem Dürkheimer der Wurstmarkt ein bisschen heilig ist, fragte man sich als Zuschauer dann doch, warum keiner auf die Idee gekommen war, die Dürkheimer mitentscheiden zu lassen. Durch die Vorauswahl lagen schließlich drei Vorschläge auf dem Tisch, die von Verwaltung und Politik für gut befunden worden waren. Ohne Risiko hätte man die Entscheidung übers Logo weitergeben können, das die Stadt inklusive der Ausschreibung des Rechteerwerbs übrigens 5000 Euro kosten wird. Möglichkeiten der Abstimmung sind durchs Internet noch mal einfacher geworden. Zumindest ein schnelles Stimmungsbild einzuholen, ist heute kein Problem. Auf der Facebookseite des Wurstmarkts fällt das ausgewählte Logo – nachträglich – mehrheitlich durch, auch auf der Seite „Die RHEINPFALZ Wurstmarkt“ bleiben Jubelstürme aus.

Und wie finden Sie's?

Wir fragen nun: Wie gefällt Ihnen das Logo? Hätten Sie sich für ein anderes entschieden? Ist der Winzermeister wirklich so antiquiert? Unter redduw@rheinpfalz.de freuen wir uns über Logo-Leserbriefe.

Den Im-Gedächtnis-Bleiben-Wettbewerb hätten – auch das natürlich rein subjektiv – wahrscheinlich die „Medienagenten“ gewonnen. Dialog in der Redaktion vor der Ausschusssitzung: „Welches Logo hat denn der Wurstmarkt im Moment?“ – „War das nicht der Winzerkopf?“ Eigentlich gar nicht schlecht für ein Logo, das 25 Jahre nicht offiziell genutzt wurde.

Ein im positiven Sinne denkwürdiges Wochenende wünscht Ihnen Julia Plantz.

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