Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Bad Dürkheim

Neuen Rebsorten auf der Spur

DACKENHEIM: Edwin Schrank wird heute 70 Jahre alt

Gesunde Beeren im Januar: In seinen Weinbergen erforscht Edwin Schrank neue Rebsorten.

Gesunde Beeren im Januar: In seinen Weinbergen erforscht Edwin Schrank neue Rebsorten. ( Foto: led)

Edwin Schrank hat zwar viele Ehrenämter abgegeben, aber es passt zu seiner umtriebigen Art, dass er sich auch heute an seinem 70. Geburtstag nicht einfach nur aufs Feiern konzentriert. Der Dackenheimer Bürgermeister (FDP) nimmt heute auf Einladung des deutschen Weinbauverbands an einem Treffen des Arbeitskreises für Rebenzüchter und Rebenveredler in Neustadt teil.

Seine Geburtstagsfeier hat Schrank deswegen aufs Wochenende verschoben. Kein Wunder, dass Schrank „immer noch keine Zeit zum Golfspielen“ hat, wie er lachend betont. Obwohl er den Golfplatz Anfang der 90er Jahre mit aus der Taufe gehoben hat. Schrank schmiedet lieber noch Pläne für ein Golfhotel in Dackenheim.

Ein Vierteljahrhundert hat der Winzermeister die Weinbaupolitik in führender Position mitbestimmt 25 Jahre als Pfälzer Weinbaupräsident und fast ebenso lange als Vizepräsident des Deutschen Weinbauverbands. Seit 1994 ist er Bürgermeister von Dackenheim. Ob Schrank bei der Kommunalwahl im Mai noch einmal antritt, hat er noch nicht entschieden. Auch als FDP-Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Freinsheim und als Kreistagsmitglied sieht er es als seine Aufgabe an, „die Dinge zu hinterfragen“.

In seinem Weingut in Dackenheim geht er voller Begeisterung der Rebenzüchtung nach. Obwohl er dort mehr als 3000 Individuen in ihrer Entwicklung begutachtet, bezeichnet er seine Arbeit als „Hobby“, bei dem er seinen Forscherdrang ausleben kann. So beschäftigt sich Schrank gerade mit einem roten Traubensaft, der geschmacklich einem Wein nahekommt. Außerdem forscht Schrank wegen der neuen Anforderungen des Klimawandels nach Rebsorten, die ein späteres Reifefenster aufweisen oder längere Trockenheitsphasen unbeschadet überstehen. „Wenn ich mit diesem Hobby der Nachwelt damit irgendwelche Dienste erweise, dann habe ich nichts dagegen“, meint der Träger des Bundesverdienstkreuzes. Passend zu seinem Hobby hat Schrank vor zwei Jahren ein neues Ehrenamt übernommen: Er ist Vorsitzender des Bundesverbands der deutschen Rebenpflanzerzeuger. Einzelne Neuentdeckungen wie einen roten Müller-Thurgau baut Schrank in kleinen Mengen im eigenen Keller aus. Am liebsten verkostet er diese zusammen mit seiner Frau Elisabeth, mit er seit 1973 verheiratet ist. Das Paar hat zwei Töchter und vier Enkelkinder. |led

Pfalz-Ticker