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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Bad Dürkheim Land

Genossenschaft plant Ausschank

HERXHEIM AM BERG: Ortsgemeinde will prüfen, ob regelmäßige Nutzung des Schlossgartens möglich ist

von Reiner Bohlander

Beliebtes Fest: Das Wein- und Sektsymposium in Herxheim am Berg ist stets gut besucht. Ob auch ein regelmäßiger Ausschank an den Wochenenden nötig ist, lässt die Ortsgemeinde jetzt prüfen.

Beliebtes Fest: Das Wein- und Sektsymposium in Herxheim am Berg ist stets gut besucht. Ob auch ein regelmäßiger Ausschank an den Wochenenden nötig ist, lässt die Ortsgemeinde jetzt prüfen. ( Foto: Franck)

Das Wein- und Sektsymposium in Herxheim am Berg gilt als eines der angesagtesten Feste entlang der Weinstraße. Drei Tage lang können die Besucher im Juli im ehemaligen Schlossgarten die Gaumenfreuden mit einer einmaligen Aussicht auf die Rheinebene genießen. Jetzt wird die Frage laut: Kann man dort auch öfter feiern?

„Die Winzergenossenschaft in Herxheim hat angefragt, ob sie im Schlossgarten nicht an den Wochenenden Wein ausschenken darf“, sagte Bürgermeister Georg Welker (parteilos) im Ortsgemeinderat. Er machte zugleich klar: „Noch im vergangenen Jahr hat eine Eventagentur ebenfalls gefragt. Aber das haben wir ja schon im Rat abgelehnt.“ Nun hätte kürzlich aufgrund eines RHEINPFALZ-Artikels die Untere Naturschutzbehörde mitgeteilt, dass aus ihrer Sicht mehrere Veranstaltungen im Schlossgarten keine gute Idee seien. „Aber das bezieht sich auf die Anfrage der Eventagentur, das wollen wir ja nicht“, so Welker.

Die Anfrage der Winzergenossenschaft dagegen möchte der Bürgermeister gerne prüfen lassen. Bauamtsleiter Thomas Bayer von der Verwaltung erklärte, dass die Gemeinde einen Bauantrag stellen sollte. Fest installierte Gebäude, die als Ausschankbuden dienen könnten, sind in diesem Gebiet verboten. „Momentan dürfen in diesem Areal nur bewegliche Gebäude wie Zelte oder Stände stehen, die schnell wieder abgebaut werden können“, so Welker. In den kommenden Wochen möchte der Rat darüber diskutieren, ob ein Bauantrag gestellt werden soll.

Die 14- bis 18-Jährigen in Herxheim werden in nächster Zeit eine Einladung des Bürgermeisters bekommen. Welker stellte bei der jüngsten Ratsversammlung ein Anliegen der Gemeinde vor, die Jugendlichen verstärkt an Planungen und Vorhaben des Ortes zu beteiligen. Die Errichtung eines Jugendgemeinderates lehnt Welker aber ab. Welker erklärte den Ratsmitgliedern, dass er lieber die jungen Leute bei kinder- und jugendrelevanten Vorhaben enger einbeziehen wolle. Außerdem gebe die Gemeindeordnung es her, dass der Rat Kinder und Jugendliche zu bestimmten Themen hören könne. Nun soll das Interesse der 27 Jugendlichen in diesem Alter ermittelt werden.

Weiter stimmt das Gremium der Änderung der Gemarkungsgrenze zwischen Freinsheim und Herxheim zu. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum hatte bei einem Flurbereinigungsverfahren angeregt, Gemarkungsgrenzen zu begradigen. Dadurch ergibt sich für Herxheim ein Flächengewinn von 829 Quadratmeter. Freinsheim wird entsprechend kleiner.

Im März soll nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität Speyer LBM der Ausbau der L 522 von Herxheim nach Freinsheim beginnen. Es handelt sich dabei um ein Teilstück von 1200 Metern. Dabei wird auch ein Geh- und Radweg sowie ein Wirtschaftsweg auf einer Länge von 1000 Metern vom Bahnübergang bis zum Kreisverkehr in Freinsheim neu gebaut. Der Geh- und Radweg ist 2,5 Meter breit.

Damit der Weg auch für den landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden kann, ist eine Verbreiterung um 50 Zentimeter nötig. Herxheim muss die Extra-Zentimeter sowie die um 10 Zentimeter dickere Frostschutzschicht bezahlen. Die Kosten belaufen sich auf rund 12.500 Euro. Der Rat stimmte dem zu.

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