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Montag, 24. Februar 2020 Drucken

Bad Dürkheim

Bad Dürkheim: Zirkus nach Unwetter in Notlage

Von Markus Müller

Zirkuschef Hans Kaiser (links) sucht für seine Tiere ein Dach über dem Kopf.

Zirkuschef Hans Kaiser (links) sucht für seine Tiere ein Dach über dem Kopf. (Foto: Franck)

Die ersten beiden Stürme hat der Zirkus Kaiser in seinem Winterquartier im Dürkheimer Gewerbegebiet Bruch noch überstanden. Das dritte Sturmtief – „Yulia“ – am Wochenende in Kombination mit dem vielen Regen ist nun aber zuviel. Der Zirkus benötigt dringend Hilfe.

„Das Zelt der Kamele ist umgestürzt, und das Dach des Pony-Stalls weggeflogen. Jetzt stehen unsere Tiere quasi obdachlos im Regen“, beschreibt Zirkuschef Hans Kaiser die dramatische Lage. Das Zelt einfach wieder aufstellen, funktioniere nicht. „Die ganze Wiese steht mittlerweile unter Wasser. In dem aufgeweichten Boden haben sich die Verankerungen gelöst. Da werden sie auch keinen Halt mehr finden“, erklärt er. „Zumindest haben wir die Tiere gerade noch rechtzeitig rausbekommen, damit sie nicht verletzt werden“, schildert er die dramatischen Ereignisse am vergangenen Wochenende.

Diese Entwicklung habe niemand ahnen können. „Als wir vor einigen Wochen unser Quartier auf der Wiese gegenüber dem Baumarkt aufgeschlagen haben, war das alles noch ganz anders“, sagt Kaiser. Nicht im Traum hätte er erwartet, dass sich das komplette Gelände mit Wasser füllt. „Früher hatten wir Schnee und Eis. Dafür waren wir gerüstet. Jetzt haben wir Stürme und Dauerregen.“

Die Wagen stecken fest

Die Lage für seinen Zirkus ist dem Chef zufolge prekär: „Wir können nämlich auch nicht einfach mal so eben woanders hinfahren, weil wir unsere Wagen nicht mehr bewegen können. Sie stecken im Schlamm fest.“ Damit nicht genug. Die Kassen seien leer, das Futter werde knapp. Obendrein ist das Zelt kaputt. „Und wir haben einige Fahrzeuge, die noch über den Tüv müssten“, erläutert er den Schlamassel.

Was der Zirkus Kaiser jetzt dringend brauche, sei ein Dach über dem Kopf für die Tiere – ein leerstehender Winterstall, eine alte Scheune oder etwas dergleichen. Wenn jemand ein Zelt oder Zeltdach auf trockenem Gelände bereitstellen könnte, wäre dem Unternehmen bereits geholfen. „Wir haben noch Seitenwände, die wir aufstellen könnten“, sagt Kaiser und hebt noch einmal hervor: „Wir sind auf Spenden angewiesen.“ Dabei könnte es sich auch um Futterspenden handeln, zum Beispiel Heu, oder Hilfe bei den erforderlichen Reparaturen wie der des Zeltes.

Künstler und Clowns für Kinder?

Als Dankeschön werde der Zirkus allen Helfern eine große Benefizshow geben. „Unsere Artisten und Clowns können zudem in Kitas oder Schulen auftreten“, stellt der Chef eine weitere Möglichkeit in Aussicht. Zugleich mahnt er Interessierte, die dem Zirkus helfen möchten, zur Vorsicht. Solche Zirkusspendenaufrufe würde bisweilen irgendwelche Trittbrettfahrer missbrauchen, die angeblich im Namen des Zirkus bei den Leuten klingeln und sie um Spenden bitten – die beim Zirkus dann nie ankommen. „Deshalb sollten sich eventuelle Helfer und Spender am besten bei mir direkt melden“, erklärt Kaiser.

Kontakt

Hans Kaiser, Zirkus Kaiser, Mobiltelefon 0178 2880709.

|mamü