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Samstag, 13. Januar 2018 Drucken

Südwest

Weg zur spirituellen Erneuerung

Kirchen stellen Übungsheft für die Auseinandersetzung mit globalen Krisen vor

«Speyer.»Die katholische und evangelische Kirche in der Pfalz haben gestern unter dem Titel „erd-verbunden“ einen ökumenisch-geistlichen Übungsweg vorgestellt. Vertreter der Kirchen riefen angesichts globaler Herausforderungen wie Klimaerwärmung, Artensterben und sozialer Ungerechtigkeit zu einer spirituellen Erneuerung der Gesellschaft auf.

Ein zu dem Thema herausgegebenes Heft soll Interessierte anleiten, um über mehrere Wochen die geistlichen Übungen machen zu können. Gleichzeitig werden Multiplikatoren ausgebildet, die einmal in der Woche Gruppenstunden in den Kirchengemeinden anbieten, in denen die Beteiligten Gedanken austauschen können. Die Übungen zielen vor allem ab auf Gemeindemitglieder der katholischen und evangelischen Kirche. Darüber hinaus sollen aber auch kirchenferne Menschen angesprochen werden, etwa ökologisch interessierte Personen.

„Wir brauchen einen kulturellen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft“, sagte Kirchenpräsident Christian Schad gestern in Speyer. Das Streben nach immer mehr Profit werde nicht die Wege aus den globalen Krisen eröffnen. Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann erinnerte an den Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung. „Angesichts der Maßlosigkeit der modernen Konsumgesellschaft müssen wir wieder das rechte Maß für ein gutes Leben entdecken“, sagte er. Es sei bereits der dritte geistliche Übungsweg, der gemeinsam vorgestellt werde. Dies sei einzigartig in Deutschland und ein wichtiges Zeichen für die Ökumene. Wiesemann geht davon aus, dass der Übungsweg von etlichen Kirchen im Bundesgebiet aufgegriffen werde.

Die Grundlagen des Übungswegs sind aus Texten der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus und des Ökumenischen Rates der Kirchen entstanden.

Info

www.institut-kirchliche-fortbildung.de |tol

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