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Mittwoch, 09. Oktober 2019 Drucken

Südwest

F16-Absturz in Eifel: Ursache bisher völlig unklar

Feuerwehrleute nehmen am Tag nach dem Absturz Gewässerproben, um zu prüfen, ob Kerosin oder andere Stoffe im Wasser zu finden ist.

Feuerwehrleute nehmen am Tag nach dem Absturz Gewässerproben, um zu prüfen, ob Kerosin oder andere Stoffe im Wasser zu finden ist. (Foto: dpa)

Nach dem Absturz eines US-Kampfjets in der Süd-Eifel hat das amerikanische Militär mit der Bergung von Wrackteilen begonnen. „Die Arbeiten können mehrere Tage bis mehrere Wochen dauern“, sagte ein Sprecher vom US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem am Mittwoch.

Es gebe keinen Zeitplan. Der Kampfjet vom Typ F-16 war am Dienstagnachmittag auf einem Routine-Übungsflug in der Nähe der Ortschaft Zemmer rund 15 Kilometer nordöstlich von Trier über einem Wald abgestürzt. Er kam vom US-Flugplatz Spangdahlem.

Geretteter Pilot wieder bei seiner Familie

Der Pilot, der sich per Schleudersitz aus der Maschine retten konnte, sei noch am Dienstag aus der medizinischen Behandlung entlassen worden. „Er ist wieder zurück bei seiner Familie auf der Air Base“, sagte der Sprecher. Der Pilot hatte leichte Verletzungen erlitten. Die Absturzursache sei noch völlig unklar. Es werde eine umfassende Untersuchung geben, die zwei bis drei Monate dauern könnte, sagte der Sprecher vom US-Flugplatz.

Mehrere Abstürze in den vergangenen Jahren

In den vergangenen Jahren gab es mehrere Abstürze von Militärmaschinen in Rheinland-Pfalz. Im September 2006 stürzte eine F-16 aus Spangdahlem bei Oberkail in der Eifel ab – auch hier rettete sich der Pilot mit dem Schleudersitz. Im April 2011 ging ein weiteres US-Militärflugzeug aus Spangdahlem bei Laufeld in der Eifel zu Boden, der Pilot überlebte verletzt. Ein Tornado-Kampfflugzeug der Bundeswehr stürzte im Januar 2014 beim Landeanflug auf Büchel (Kreis Cochem-Zell) ab: Beide Piloten überlebten.

Kritik von Friedensinitiativen

Markus Pflüger von der Trierer Arbeitsgemeinschaft Frieden ist verärgert über die Risiken, denen die Bürger ausgesetzt sind. Lärm und Emissionen der Übungsflüge belasteten die Umwelt. Außerdem könne bei Abstürzen hochgiftiger Treibstoff wie JP 8 und Hydrazin ins Erdreich gelangen. „Rettungskräfte waren ohne entsprechende Schutzkleidung vor Ort“, wundert sich Pflüger, kritisiert die Kontamination um die Absturzstelle und fordert, militärische Übungsflüge schnellstmöglich zu beenden.lrs/swz

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