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Freitag, 12. Juli 2019 - 20:25 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Worms: Nibelungen-Premiere trotzt Wetterkapriolen [mit Bildergalerie]

Nibelungen-Premiere mit Festspiel-Intendant Nico Hofmann und Schauspielerin Dennenesch Zoudé. Foto: Balzarin

Nibelungen-Premiere mit Festspiel-Intendant Nico Hofmann und Schauspielerin Dennenesch Zoudé. Foto: Balzarin

Mit einem klaren Bekenntnis des neuen Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) zu den Festspielen wurde am Freitag um kurz vor 20 Uhr die Nibelungen-Premiere offiziell eröffnet. Die Stimmung sei am besten, wenn es regnet, sagte Festspiel-Intendanten Nico Hofmann. Gegen seinen Widerstand habe der frühere OB Michael Kissel (SPD) ihn 2015 nach Worms geholt. Dafür sei er heute dankbar. „Ich habe hier eine tolle Zeit, ein tolles Team und tolle Bedingungen.“ Jedes Stadttheater könne sich vom Engagement seines Ensembles „eine Scheibe abschneiden“.

Evakuierungsplan erstellt

Angesichts der Wetterkapriolen habe man einen Evakuierungsplan erstellt, hieß es aus der Pressestelle. Allerdings würde die Vorstellung nur bei Gewitter abgebrochen. Dann werde direkt die Premierenfeier im Wormser Theater beginnen. Bei allen Aufführungen der vergangenen 17 Jahre habe man erst einmal einen Ersatztermin anberaumen müssen.
Bereits gegen 13 Uhr hatten sich laut Festspielen die ersten Schaulustigen und Fotografen am roten Teppich vor dem Eingang zum Heylshofpark positioniert.
Zu den Gästen von Intendant Nico Hofmann und seinem Team zählen in diesem Jahr unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit Ehegatte Ralph Grieser. Ebenfalls bei der Festspiel-Premiere dabei ist der Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss. Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass Bärfuss 2021 zum Lutherjubiläum ein Stück im Auftrag der Festspiele schreibt. Künstler Jonathan Meese ist mit Mutter Brigitte Renate der Einladung gefolgt.

Besseres Ende für das Nibelungenlied?

Gezeigt wird vor dem Wormser Dom bis 28. Juli das Stück „Überwältigung“. Autor Thomas Melle geht der Frage nach, ob das Nibelungenlied nicht auch anders, besser ausgehen könnte. Eine zentrale Rolle dabei spielt dabei Ortlieb (Lisa Hrdina), Kriemhild und Etzels Sohn, der versucht, den Lauf der Geschichte aufzuhalten. Regie führt Lilja Rupprecht. Zu dem Ensemble gehören unter anderem Klaus Maria Brandauer als Hagen, Inga Busch (Brünhild), Kathleen Morgeneyer (Kriemild) und Winfried Küppers als Amme Frigga. Die 15 Vorstellungen auf der 1285 Sitzplätze fassenden Freilichtbühne sind bereits seit Wochen ausverkauft. |soj

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