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Samstag, 09. November 2019 - 07:22 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Worms: Alte Lokhalle ausgebrannt – Gleise teilweise gesperrt

Die Lokhalle war nicht mehr zu retten. (Foto: Stadt Worms)

Die Lokhalle stand in der Nacht in Vollbrand.

Die Lokhalle stand in der Nacht in Vollbrand. ( Foto: Polizei Worms)

[Aktualisiert 13.27 Uhr] Am Freitagnacht brannte aus derzeit noch ungeklärter Ursache die ehemalige Lokhalle am Wormser Hauptbahnhof. Personen wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden. Einige Schaulustige mussten aus dem Gefahrenbereich verwiesen werden.

Der Alarm ging um 22.57 Uhr bei der Feuerwehr ein. Bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit wurde die Feuerwehr dorthin gerufen, teilt die Stadt Worms am Samstagmittag mit. Bereits mehr als die Hälfte des historischen Gebäude stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Flammen, noch während der Aufbauarbeiten stürzten Teile des Daches ein. Die Feuerwehr konnte das Ausbreiten des Feuers auf das gesamte Gebäude nicht mehr verhindern. Um 23.40 Uhr stürzte das Dach endgültig ein.

 

Bevölkerung über Katwarn gewarnt

Per Katwarn und Facebook informierte die Feuerwehr die Bevölkerung und bat darum, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Inklusive Rettungsdienst mit Organisatorischem Leiter, Polizei und Feuerwehr waren 100 Einsatzkräfte vor Ort. Zwei Einheiten der Wormser Feuerwehr standen zudem auf Abruf bereit. Die Einheit des Stadtteils Pfeddersheim war bis Uhr morgens an der Einsatzsstelle und wurde von der Einheit des Stadtteils Heppenheim abgelöst. Nach wie vor qualmt es an einigen Stellen im Gebäude, diese sind jedoch für die Feuerwehrleute von außen nicht zu erreichen. Da keine Gefahr für die Umgebung besteht, werden die Einsatzkräfte die Brandruine nicht mehr betreten.

 

In der Nacht hatte die Feuerwehr einen Schaumteppich in das Gebäude gepumpt, um den Brand zu ersticken. 2.500 Liter Schaummittel setzten die Einsatzkräfte ein.

Aufgrund des Ausmaßes des Brandes waren 3.500 Meter Schlauch erforderlich, teilweise mussten die Feuerwehrleute mehrere hundert Meter lange Löschstrecken bilden, um alle Hydranten im Umkreis der Einsatzsstelle zu erreichen. 27 Feuerwehrfahrzeuge waren im Einsatz, davon drei Drehleitern. Da Oberleitungen vom Netz genommen werden mussten, mussten auch zwei Bahnstrecken – Mainz und Hofheim – gesperrt werden. Zudem kam es durch Sperrungen zu Behinderungen im Straßenverkehr.

 

Zwei historische Lokomotiven zerstört

 

Die Brandursache war während der Löscharbeiten nicht auszumachen. In dem rund 100 Jahre alten Gebäude befanden sich zwei historische Lokomotiven, drei Waggons und drei LKW. Die Schadenshöhe liegt alleine im Hinblick auf die genannten Fahrzeuge bei rund 500.000 Euro. Die Brandermittlungen übernimmt die Kriminalpolizei. |ales

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