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Donnerstag, 06. Juni 2019 - 16:52 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Waldleiningen: Luchs Braňo zur Wiederansiedlung freigelassen

 Frank Ridderbusch und Wolfgang Wambsganß von der Zentrale der Forstverwaltung entlassen Bra?o in Waldleiningen in seine neue Heimat.

Frank Ridderbusch und Wolfgang Wambsganß von der Zentrale der Forstverwaltung entlassen Braňo in Waldleiningen in seine neue Heimat.

Braňo wurde im Strážov Gebirge, das im Nordwesten der Slowakei liegt, von der slowakischen Organisation DIANA für das Projekt im Pfälzerwald gefangen, teilt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit. DIANA beschäftigt sich intensiv mit dem Luchs, führt Umweltbildungs- und Monitoringmaßnahmen durch und ist zudem auf den Fang von Luchsen spezialisiert. Der Luchskuder wurde vor zwei Jahren von DIANA das erste Mal als Jungtier dokumentiert und konnte nun anhand seines individuellen Fleckenmusters erneut identifiziert werden. Er ist demnach zwei Jahre alt und wiegt 19 kg. Er wurde, wie die anderen Luchse vor ihm, in die Quarantänestation des Zoos Bojnice gebracht, bevor er in den Pfälzerwald umgesiedelt wurde. Die Patenschaft für Braňo übernimmt die HIT Umweltstiftung.

Luchse waren früher in Europa weit verbreitet

Früher waren Luchse in Europa weit verbreitet. Direkte Verfolgung durch den Menschen und die Zerstörung ihrer Lebensräume führten im 19. Jahrhundert jedoch dazu, dass die Tiere fast vollständig ausgerottet wurden. Die Regeneration der Wälder und der Beutetierbestände, sowie die Einstellung der Verfolgung waren die Voraussetzung für eine Erholung der Luchspopulationen in Europa. Luchse erschließen sich neue Reviere jedoch meist nur dort, wo sie Anschluss an Artgenossen finden. Dieses sehr passive Ausbreitungsverhalten erschwert die selbstständige Wiederbesiedlung geeigneter Lebensräume. Daher brauche der Luchs die Unterstützung der Menschen, um in seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete zurückzukehren, schreibt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

Wie alle anderen Luchse vor ihm, trägt auch Braňo ein Sendehalsband bei seiner Freilassung, welches in regelmäßigen Abständen seinen Standort sendet. Mit Hilfe dieser Daten kann die Eingewöhnungs- der Tiere genau beobachtet werden. Die Halsbänder lösen sich nach einer Weile von selbst.

Zur Sache
Mehr Informationen zum LIFE Luchs Projekt Pfälzerwald der Stiftung und ihren Projektpartnern gibt es im Internet unter www.luchs-rlp.de. Speziell für Tierhalter ist hier auch ein Informationsfaltblatt im Bereich „Nutztiere & Luchs“ zu finden.

 

 

 

 

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