Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Samstag, 17. August 2019 - 07:20 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Aktualisiert [14:03]: Junge Frau erstochen: Tatverdächtiger Ex-Freund springt aus Fenster

Eine tote Frau wurde in Mannheim-Rheinau gefunden. Foto: Priebe

Eine tote Frau wurde in Mannheim-Rheinau gefunden. Foto: Priebe

Ein Trennungsgespräch könnte eskaliert sein und zu der Tat geführt haben, bei der eine junge Frau am Freitagabend in Mannheim-Rheinau erstochen worden ist. Tatverdächtig ist laut RHEINPFALZ-Informationen ihr Ex-Freund, der gegen 18.30 Uhr aus dem 5. Stock des Mehrfamilienhauses in der Neuhofer Straße gesprungen ist und dabei lebensgefährlich verletzt wurde. Er liegt den Informationen zufolge zurzeit im Mannheimer Uniklinikum im Koma.

Eine Freundin berichtet von einem letzten Trennungsgespräch

Im Polizeibericht steht, dass ein Einsatzwagen am Freitag gegen 18.30 Uhr nach Rheinau gerufen worden war. Eine Freundin des späteren Opfers hatte die Beamten alarmiert. Sie wusste, dass die Frau in die Wohnung des Ex-Freundees gefahren war. Die junge Frau habe offenbar noch ein letztes Gespräch mit ihm führen wollen. Weil sie aber seit Stunden nichts mehr von ihr gehört hatte, mache sie sich Sorgen.

Als die Polizei in die Straße einbog, war der Mann gerade aus dem Fenster gesprungen und lag lebensgefährlich verletzt auf dem Gehweg. Bei der Überprüfung der Wohnung fanden die Beamten das Opfer. Laut RHEINPFALZ-Informationen soll der vermeintliche Täter womöglich ausgerastet sein und mehrfach auf die Frau eingestochen haben. Genaueres soll die Obduktion der Leiche ergeben. Die Hintergründe der Tat sind ebenfalls noch nicht klar. Die Polizei Mannheim sowie die Spurensicherung der Kriminalpolizei Heidelberg sicherten den Tatort. Mit Ermittlungsergebnissen sei nicht vor Mitte dieser Woche zu rechnen.

Zeugen unter Schock

Zwei Mädchen – 13 und 16 Jahre alt – waren Augenzeugen des Sprungs. Sie spazierten gerade durch die Neuhofer Straße als der schreiende Mann vor ihnen auf der Straße aufschlug. Noch vor Ort brachen die Zeugen des Selbstmordversuchs zusammen und mussten psychologisch betreut werden.

|stja/wgo/jel