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Mittwoch, 16. Mai 2018 - 18:49 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Torun-Prozess: Angeklagter will bis zu seinem Tod in Haft bleiben

Mutmaßlicher Doppelmörder: Der 49-Jährige beteuert seine Unschuld, will seinem Brief ans Gericht zufolge aber trotzdem bis zu seinem Tod eingesperrt werden. Foto: Bolte

Mutmaßlicher Doppelmörder: Der 49-Jährige beteuert seine Unschuld, will seinem Brief ans Gericht zufolge aber trotzdem bis zu seinem Tod eingesperrt werden. Foto: Bolte

Ein im Frankenthaler Torun-Prozess vor Gericht gestellter Türke will buchstäblich bis zu seinem Lebensende ins Gefängnis gesteckt werden. Das jedenfalls schreibt er in einem Brief an seine Richter, der am Mittwoch im Verfahren verlesen wurde: „Ich erwarte und verlange die Höchststrafe Lebenslänglich. Doch ausdrücklich wie es buchstäblich ausgesprochen wird und nicht nach und laut deutschem Gesetz.“

Er will, dass die Opfer-Familien über sein Leben entscheiden



In der Bundesrepublik gilt: Wer zu lebenslanger Haft verurteilt wird, kann bei guter Führung nach 15 Jahren auf Bewährung entlassen werden. Falls auch er daher irgendwann freikommen sollte, schreibt der 49-Jährige, wolle er sein Leben in die Hände der Familien der beiden getöteten Geschäftsleute legen. Allerdings beteuert der Angeklagte zugleich, nicht der Mörder des Ludwigshafener Bauunternehmers Ismail Torun und eines weiteren Opfers zu sein.

Entführer geben sich gegenseitig die Hauptschuld



Beide Männer wurden entführt und anschließend erdrosselt. Der 49-Jährige beteuert: Er habe nur mitgemacht, weil er von einer Bande um seinen Landsmann und Mitangeklagten dazu gezwungen worden sei. Dieser 38-Jährige wiederum stellt die Verantwortung umgekehrt dar. |häm

 

 

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