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Sonntag, 03. Februar 2019 - 11:34 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Speyer: Leichtes Erdbeben in der Vorderpfalz

Der Oberrheingraben gilt als seismisch besonders aktive Zone in der ansonsten verglichen mit anderen Erdregionen eher stabilen Eurasischen Platte. Symbolfoto: dpa

Der Oberrheingraben gilt als seismisch besonders aktive Zone in der ansonsten verglichen mit anderen Erdregionen eher stabilen Eurasischen Platte. Symbolfoto: dpa

Im Oberrheingraben bei Speyer ist es am Samstagabend zu einem leichten Erdbeben gekommen. Der Erdbebendienst Südwest registrierte die Erschütterung um 21.55 Uhr mit einer Stärke von 2,0. Die Geräte des Europäisch-Mediterranen Seismologischen Zentrums (EMSC) ermittelten eine Stärke von 2,2. Demnach ereignete sich der Erdstoß in einer Tiefe von 40 Kilometern. Bei der Polizei seien keine Meldungen dazu eingegangen, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen mit.

Besonders aktive Zone



Der Oberrheingraben gilt als seismisch besonder aktive Zone in der ansonsten verglichen mit anderen Erdregionen eher stabilen Eurasischen Platte. Im Jahr 1356 zerstörte ein Beben große Teile von Basel.

Der Graben im Oberrhein



Der Oberrheingraben liegt in Südwest-Deutschland und Ost-Frankreich zwischen Basel und Frankfurt am Main. Er erscheint oberflächlich als eine 300 Kilometer lange und 30 bis 40 Kilometer breite Tiefebene (Oberrheinebene), die allseitig von scharf begrenzten Bergen umgeben wird. Der Rhein durchfließt die Tiefebene in ihrer vollen Länge. Er wird in diesem Flussabschnitt Oberrhein genannt. Im Norden hat der Rhein das tiefe Mittelrheintal in das Rheinische Schiefergebirge geschnitten. Einzig diese schmale Abflussmöglichkeit verhindert, dass die Wanne voll Wasser läuft und ein riesiger See entsteht.

Einsenkung der Erdkruste



Es handelt sich bei dieser Struktur um eine grabenartige Einsenkung der Erdkruste. Die Erdkruste wurde hier gedehnt, gespaltet und schließlich etwa 5 bis 7 Kilometer auseinander gezerrt. Diese Stelle wurde durch Nachrutschen benachbarter Gesteinsschollen aufgefüllt. Die Ursachen der Grabenbildung liegen im Innern der Erde. Weitere Informationen auf oberrheingraben.de. |dpa/ur

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