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Blickpunkt

Sicherheitskonzept: Bodycams und mobile Sperren

Von Rebekka Sambale

Beim Umzug 2016 kamen erstmals Bodycams zum Einsatz.

Beim Umzug 2016 kamen erstmals Bodycams zum Einsatz. ( Archivfoto: Lenz)

Erstmals werden mobile Straßensperren aufgebaut. Polizisten sind wieder mit Bodycams im Einsatz.

Die Polizei richtet acht mobile Sperrstellen entlang der Strecke des Ludwigshafener Fasnachtsumzugs ein, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, mitteilt. Dabei werden schwere Fahrzeuge vor allem an großen Kreuzungen so platziert, dass andere Fahrzeuge nicht durchkommen können. Die mobilen Sperrstellen gehen auf die Erfahrungen mit Terroranschlägen – etwa auf dem Berliner Breitscheidplatz – zurück, heißt es von der Polizei.

Streckenführung geändert

Anschläge mit Lkw, die in eine Menschenmenge gerast sind, haben für den Ludwigshafener Umzug noch eine andere Konsequenz: Die Streckenführung wurde geändert. Während 2016 noch ein Zugabschnitt in der Heinigstraße lag, wird diese am Sonntag komplett ausgelassen. „Der Grund sind neue Anforderungen für die Streckensicherung“, sagt Markus Lemberger von der Lukom. In den Vorjahren sei die Heinigstraße halbseitig für den Zug und halbseitig für den Verkehr genutzt worden. Den Umzug direkt neben fließendem Verkehr laufen zu lassen, wäre inzwischen – ohne teure Zusatzmaßnahmen – zu riskant, sagt Lemberger.

Auf Vorschlag der Polizei sei die Strecke deshalb geändert worden. Insgesamt sind laut Lukom mehr als 800 Personen für die Sicherheit von Zugteilnehmern und Zuschauern im Einsatz. Dazu gehören neben der Polizei, die den größten Anteil stellt, auch Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr, Ordnungsamt sowie ein privater Sicherheitsdienst. Auch Sanitäter sind für Notfälle vor Ort. Der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfallhilfe und der Malteser-Hilfsdienst sind im Einsatz. Die Feuerwehr verdoppelt ihr Personal im Vergleich zu „normalen“ Tagen, wie Jan Deubel, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, sagt.

Videoüberwachung am Berliner Platz

Für den zentralen Berliner Platz hat die Polizei Videoüberwachung angekündigt, wie es auch bereits beim Umzug vor zwei Jahren der Fall war. Auf dem Berliner Platz findet neben einem Bühnenprogramm im Anschluss an den Umzug auch noch parallel der Fasnachtsmarkt statt, der bereits gestern begonnen hat und noch bis Dienstag läuft. Außerdem sind einige Polizisten während des Umzugs mit Bodycams unterwegs. In Dreier-Präventionsteams sollen sie frühzeitig Menschen ansprechen, wenn Konflikte drohen und diese damit verhindern.

Zur Sicherheit beitragen soll auch die „Selbstverpflichtung zum Umgang mit Alkohol in der fünften Jahreszeit“. Mit diesem Dokument versichern die Zugteilnehmer laut Lukom unter anderem, vom Wagen aus keinen Alkohol an die Zuschauer auszuschenken. Auch fordern die Vereine die Aktiven auf, während des Umzugs keinen Alkohol zu trinken.

Kein Fahrzeug ohne Tüv-Freigabe

Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehöre auch, „dass kein Fahrzeug auf die Strecke geht, ohne zuvor vom Tüv die Freigabe erhalten zu haben“, sagt Ralph Beetz, Projektleiter Technik für den Fasnachtsumzug. Die teilnehmenden Vereine müssen außerdem dafür sorgen, dass zu jedem Wagen ausreichend Zugbegleiter vor Ort sind. Deren Aufgabe: Schauen, dass die Strecke frei ist und nicht etwa Kinder, die nach Bonbons suchen, zu nah an die Wagen herankommen. Pro Verein seien das etwa sechs bis acht Begleiter, sagt Gregor Seelinger, Präsident des Großen Rats der Ludwigshafener Karnevalvereine.

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