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Dienstag, 28. Januar 2020 - 07:32 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

SAP legt im Tagesgeschäft zu - Gewinneinbruch wegen Stellenabbau

( Foto: dpa)

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im vergangenen Jahr im Tagesgeschäft deutlich profitabler abgeschnitten. Weil der Konzern aber viel Geld für einen Stellenabbau ausgab, ging der Gewinn um 17 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Walldorf mitteilte.

Ende Dezember 2019 beschäftigte der Konzern weltweit 100.330 Vollzeitkräfte (96.498 Ende Dezember 2018). Darunter waren es 21.678 in Deutschland. In der Rhein-Neckar-Region arbeiten aktuell etwa 16.000 Mitarbeiter (15.000 Ende Dezember 2018).

Für das Vorruhestands- und Abfindungsprogramm von SAP hatten sich in Deutschland rund 1870 Mitarbeiter registriert.

Operative Marge steigt

Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis kletterte um 15 Prozent auf 8,21 Milliarden Euro und fiel damit wie von Analysten erwartet aus. Die operative Marge stieg von 29 Prozent ein Jahr zuvor auf 29,7 Prozent, auch weil die Geschäfte mit Software zur Miete aus dem Internet (Cloud) deutlich mehr Gewinn abwarfen.

Zukäufe und das starke Wachstum mit Cloudprogrammen sorgten beim Umsatz für ein Plus von 12 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Finanzchef Luka Mucic sprach davon, die eigene Jahresprognose zum fünften Mal in Folge erreicht zu haben.

Stärkeres Wachstum geplant

Für das gerade begonnene Jahr nimmt sich SAP ein etwas stärkeres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis vor als zuletzt in Aussicht gestellt. Beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsergebnis strebt das Management um die Co-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein auf der Basis konstanter Wechselkurse einen Wert zwischen 8,9 und 9,3 Milliarden Euro an. Das sind am oberen Ende der Prognosespanne 200 Millionen Euro mehr als bisher veranschlagt. Der Konzern rechnet damit, dass der Anstieg der Profitabilität sich in diesem Jahr beschleunigen wird.

Der Gesamtumsatz soll 2020 zwischen 29,2 und 29,7 Milliarden Euro landen und damit über der bisher ausgegebenen Marke von maximal 29,2 Milliarden Euro.

|dpa, kh

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