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Samstag, 21. März 2020 - 16:08 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Sankt Wendel: Ganzes Krankenhaus muss bis auf Notaufnahme schließen

Im Marienkrankenhaus in Sankt Wendel sind elf Ärzte und Pfleger vom Coronavirus befallen.

Im Marienkrankenhaus in Sankt Wendel sind elf Ärzte und Pfleger vom Coronavirus befallen. (Symbolfoto: picture alliance/dpa)

Weil sich elf Beschäftigte des Marienkrankenhaus im nordsaarländischen Sankt Wendel mit dem Coronavirus infiziert haben und sich weitere 15 Mitarbeiter in Quarantäne befinden, stellt das 290-Betten-Haus den Betrieb bis auf Notfallbehandlungen ein. Das Marienkrankenhaus ist das einzige Krankenhaus im direkt an die Pfalz angrenzenden Landkreis Sankt Wendel.

Das Verbot von Neuaufnahmen wurde am Freitagabend durch die Kreisverwaltung in Absprache mit dem saarländischen Gesundheitsministerium verfügt. Man suche nun unter Hochdruck nach einer Lösung für die 135 derzeit in stationärer Behandlung befindlichen Patienten, sagte ein Sprecher des Marienkrankenhauses am Samstag. Verlegungen würden zurzeit organisiert. Eine Notfallversorgung etwa für Infarkt- oder Schlaganfall-Patienten oder Gebärende werde man mit Fachärzten sicherstellen, ansonsten müsse man das Haus aber räumen.

Schon vergangene Woche, nachdem sieben Mitarbeiter positiv getestet worden waren, war die Neuaufnahme vorübergehend gestoppt worden. In den vergangenen 24 Stunden habe sich die Situation zugespitzt, sagte der Sprecher.

Die Marienhaus-Unternehmensgruppe will nun die Klinik in Sankt Wendel zu einem sogenannten Corona-Standort machen. Ursprünglich war das Schwester-Haus im saarländischen Ottweiler dafür vorgesehen. Während bislang keine mit dem Virus infizierten Patienten in Sankt Wendel behandelt wurden, soll nun ein Schwerpunkt gebildet werden, um die anderen zur Gruppe gehörenden Krankenhäuser vom Coronavirus frei zu halten.

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