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Mittwoch, 25. Oktober 2017 - 20:31 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Rote Teufel imponieren beim Pokal-Aus

FUSSBALL: Guter FCK-Auftritt beim 1:3 gegen den VfB Stuttgart – Lukas Spalvis trifft – Nils Seufert beeindruckt – Benjamin Kessel lädiert

Die 1:0-Führung: Torschütze Lukas Spalvis freut sich mit Baris Atik (links) und Christoph Moritz (rechts). (Foto: Kunz)

Stuttgarts Takuma Asano (rechts) wird am Strafraum von Kaiserslauterns Joel Abu Hanna gefoult. In der Folge gibt es Elfmeter für Stuttgart. Foto: DPA

Stuttgarts Takuma Asano (rechts) wird am Strafraum von Kaiserslauterns Joel Abu Hanna gefoult. In der Folge gibt es Elfmeter für Stuttgart. Foto: DPA

Fans des 1. FC Kaiserslautern zünden während des Spiels bengalisches Feuer. (Foto: DPA)

Beifall für die Verlierer: Erhobenen Hauptes verabschiedete sich Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend beim 1:3 (1:1) gegen den spielstarken Bundesligisten VfB Stuttgart in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal.

Der technisch versierte, mit einer starken Offensive gesegnete VfB machte mit einem Doppelschlag des herausragenden Chadrac Akolo (66.) nach ungesühntem Foul an Baris Atik und einem clever herausgekonterten Treffer des eingewechselten Torjägers Simon Terodde (71.) binnen fünf Minuten alles klar.

Gute Chancen für den FCK

Gute Chancen aber hatte auch der FCK – selbst nach dem 1:3. So scheiterte der umtriebige Atik nach Andersson-Flanke per Kopf an Ron-Robert Zieler (76.), dann vergaben Christoph Moritz (80.) und der eingetauschte Sebastian Andersson (87.).

Sechs Neue in Startelf 

Gesagt, getan: Jeff Strasser verkündete mit Blick auf das so bedeutungsschwere Treffen am Ligaabgrund in Regensburg die Rotation. So rückten im Vergleich zur Sonntagstristesse gegen den MSV Duisburg gleich sechs Neue in die Startelf. Der reaktionsschnelle Torhüter Jan-Ole Sievers und der starke Mittelfeldmotor Nils Seufert gaben ihre Pflichtspielpremiere bei den Profis, der von Sporting Lissabon ausgeliehene Mittelstürmer Lukas Spalvis stand erstmals in der Anfangsformation.

Spalvis erfreut über Treffer

Der litauische Nationalspieler demonstrierte in der siebten Minute, warum er 2016 Torschützenkönig in Dänemark war: Nach einem weiten Schlag von Benjamin Kessel, der zur Pause mit Oberschenkelproblemen den Rasen verlassen musste, gab Nicklas Shipnoski Fersengeld, Benjamin Pavard vermochte nicht Schritt zu halten, dilettierte den Ball per Kopf in den Sechzehnmeterraum, und Spalvis feuerte die Kugel flach und trocken ins linke Toreck. Spalvis, der im Februar Vater wird und seinen Treffer mit der „Kinderwiege“ entsprechend würdigte, platzte vor Freude. „Es ist schon eine Erlösung, wenn man nach 16 Monaten endlich mal 90 Minuten durchspielt und nach sieben Minuten trifft. Das ist schon ein sehr schönes Gefühl“, sagte der Litauer im Anschluss an die Partie.

Freude Minuten später verraucht

Die Freude über das 1:0 war 13 Minuten später verraucht. Joel Abu Hanna verschätzte sich, unterlief einen hohen Ball, Takuma Asano, der Flügel-Quirl, startete durch. Abu Hanna traf den Stuttgarter vor dem Strafraum, Schiedsrichter Patrick Ittrich verlegte den Tatort nach innen, den Elfmeter verwandelte Daniel Ginczek zum 1:1. Abu Hanna wusste um seine Missetat. „Pech? Nein, dass kann man so nicht sagen“, beschied der 19-Jährige, „es war einfach ein Fehler von mir, das muss ich akzeptieren.“

Atik scheitert mit Kopfball knapp

Schon nach zwei Minuten strapazierte der FCK das Glück, als Sievers wohl klasse gegen Asano parierte, der abgewehrte Ball aber bei Insua landete – und der Pfosten für die Roten Teufel rettete. In der 15. Minute stand Chadrac Akolo frei, rutschte aus – nochmals Dusel für den FCK. Als Asano Abu Hanna am linken Flügel stehen ließ, griff Sievers den Ball vor Ginczek ab, der wenig später viel zu viel Freiraum genoss, das Ziel jedoch verfehlte (30.). Aber auch der FCK hatte gute Chancen. So scheiterte Baris Atik nach einem tollen Flankenlauf Phillipp Mwenes knapp mit einem Kopfball (16.). Nach einer von Christoph Moritz getretenen Ecke schlug Santiago Ascacibar den Ball nach Stipe Vucurs Kopfball von der Torlinie (36.), in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit strich Vucurs Kopfball nach einem Freistoß Abu Hannas um Zentimeter am Ziel vorbei.

Strassers Aufstellung war lohnendes Risiko

Unglücklich für den 1. FC Kaiserslautern, dass der imponierende Nils Seufert nach 65 Minuten verletzt ausscheiden musste. Gino Fechner kam, die Defensive war unsortiert, und Akolo traf zum 2:1. Auch nach dem Stuttgarter 3:1 rang der FCK mutig um die verbliebene Restchance. Jeff Strassers Aufstellung war ein Risiko, das sich lohnte. Sportdirektor Boris Notzon konstatierte zufrieden: „Dieser Auftritt gibt mir viel Mut.“ |aboe

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