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Montag, 11. November 2019 - 10:16 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Polizei identifiziert Fluchtauto nach Raubüberfall vor Ikea-Möbelhaus

Ein geparktes Fahrzeug mit einem von der Spurensicherung gekennzeichnetem Einschussloch vor dem Ikea-Möbelhauses in Frankfurt.

Ein geparktes Fahrzeug mit einem von der Spurensicherung gekennzeichnetem Einschussloch vor dem Ikea-Möbelhauses in Frankfurt. ( Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Nach dem Raubüberfall auf einen Geldtransporter vor einem Möbelhaus in Frankfurt ist die Polizei bei der Spurensuche weitergekommen. Ein in der Nähe abgestellter und ausgebrannt vorgefundener Wagen sei das Fluchtauto des Mannes gewesen, teilten die Beamten am Montagmorgen mit. Spuren an und im Fahrzeug, einem Audi A8, hätten das bestätigt, erklärte ein Polizeisprecher.

Die Suche nach dem Täter laufe unterdessen weiter. Er hatte am Samstagvormittag vor der Ikea-Filiale im Stadtteil Nieder-Eschbach einen Geldboten bei einem Schusswechsel schwer verletzt. Zu seinem Gesundheitszustand konnte die Polizei am Montagmorgen keine Auskünfte geben. Im Krankenhaus sei das schwer verletzte Opfer am Bein operiert worden.

FAZ: Bundesweit ähnliche Vorfälle

Der Täter und möglicherweise existierende Helfer seien womöglich in einer international operierenden Bande zu suchen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Wie das Blatt aus Ermittlerkreisen erfahren habe, deute die Tat auf „einen hohen Planungsgrad hin, den man in dieser Form nur aus der professionell agierenden Bandenkriminalität kennt“. Ein Sprecher der Frankfurter Polizei sagte, dass eine Spur in diese Richtung nicht auszuschließen sei. Dem Raubüberfall sei wahrscheinlich eine gewissenhafte Vorbereitung vorausgegangen. Die Tat sei bestimmt nicht spontan begangen worden. Die „FAZ“ listete eine Reihe von Überfällen mit ähnlichem Verlauf im Bundesgebiet auf. „Wir wissen um Parallelen zu anderen Fällen. Es ist aber noch zu früh, um Zusammenhänge herstellen zu können“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Täter hatte den Geldboten an einem Seiteneingang des Möbelhauses angegriffen und dem 56-Jährigen eine Geldkassette entrissen. Nach der Rangelei kam es den Ermittlungen zufolge zu einem Schusswechsel, bei dem der Geldbote getroffen wurde. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden, müsse noch ermittelt werden. Zur Höhe der Beute machte die Polizei keine Angaben.

|dpa

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