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Montag, 03. September 2018 - 09:19 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Mia-Prozess: Abdul D. als Mörder zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt

Maximilian Endler, Anwalt des Angeklagten im Mordfall Mia, steht vor dem Landgericht zwischen den Journalisten. Im Mordprozess um den Tod der 15-Jährigen im südpfälzischen Kandel soll ist in nicht öffentlicher Verhandlung das Urteil gefallen. (Foto: DPA)

(Foto: Kern)

(Foto: Kern)

 

14 Uhr: Pressekonferenz im Landgericht Landau

11.59 Uhr: Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben einer Sprecherin noch prüfen, ob sie in Revision geht. Dafür lässt das Gesetz der Anklagebehörde genau eine Woche Zeit, danach ist die Frist verstrichen. 

Verteidigung akzeptiert Urteil

10.50 Uhr: Die Verteidigung des Angeklagten wird auf Rechtsmittel verzichten. Im Video sagte der Anwalt Maximilian Endler in Landau: „Mein Mandant verzichtet auf Rechtsmittel und ist mit dem Strafmaß einverstanden.“ Das Urteil sei angemessen. In seinem letzten Wort habe sein Mandant Reue bekundet. Das Urteil habe der Angeklagte gefasst aufgenommen. Ob die Staatsanwaltschaft das Urteil annimmt, ist noch offen.

 

Als Mörder verurteilt

Das Landauer Landgericht hat Abdul D. als Mörder seiner Ex-Freundin Mia zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger hatten eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert, die Verteidigung von sieben Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags. Der Afghane hatte die 15-Jährige am 27. Dezember 2017 in Kandel erstochen. Mias Eltern werden laut ihren Anwälten keine Stellungnahme zum Urteil abgeben.

Gerichtssprecher will Urteil erläutern

Weil er zur Tatzeit noch gerade so minderjährig gewesen sein könnte, wurde das Verfahren gegen ihn nichtöffentlich geführt. Trotzdem waren immer wieder Informationen durchgesickert. In der Anklage hatte es auch Anhaltspunkte dafür gegeben, dass Juristen die tödliche Attacke als milder zu strafenden Totschlag werten könnten. Außerdem hatte eine Psychiaterin zunächst auch Hinweise für eine Affekt-Tat gesehen. |häm/jsb

Leitartikel von Christoph Hämmelmann zum Urteil

Unterschied zwischen Mord und Totschlag