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Mittwoch, 10. Oktober 2018 - 18:45 Uhr Drucken

Pirmasens-Ticker

Merzalben: Luchse wagen sich an Ortschaft heran

Bei Merzalben sind am 24. August diese beiden Luchsjungen gesichtet worden. Dem Muttertier mit seinem Nachwuchs waren Anwohner auch am Ortsrand begegnet. Foto: Bastian Allmosloechner/FAWF/frei

Bei Merzalben sind am 24. August diese beiden Luchsjungen gesichtet worden. Dem Muttertier mit seinem Nachwuchs waren Anwohner auch am Ortsrand begegnet. Foto: Bastian Allmosloechner/FAWF/frei

Nach Informationen der RHEINPFALZ hatten Einwohner Ende Juni und im August in Merzalben Begegnungen mit Luchsen. Einer der Vorfälle stimmt überein mit der vor Ort überprüften Meldung eines offiziellen Luchs-Beobachters. Er konnte per Fotonachweis einen Luchs mit zwei Luchsjungen dokumentieren, bestätigte Sylvia Idelberger, Projektleiterin für die Wiederansiedlung von Luchsen im Pfälzerwald.

Luchs trottet Straße entlang



Kerstin Gütermann, Tochter von Ortsbürgermeister Benno Schwarz und Mutter zweier Kinder, wohnt in der Gräfensteiner Straße, in der Nähe eines Kinderspielplatzes. Sie hielt sich an einem Tag Ende Juni gegen 9.30 Uhr vor ihrer Garage auf, als sie ein Geräusch von der Straße her hörte, erzählt sie. „Zunächst dachte ich, das ist ein Hund. Aber dann sah ich einen großen Luchs.“ Der Luchs sei entlang der Straße getrottet und in Richtung Mühlfeld marschiert. Angegriffen habe sie sich nicht gefühlt, sagt Gütermann, gibt aber zu bedenken, dass sie Angst gehabt hätte, wären Kinder auf der Straße gewesen.

Frau mit Hund angefaucht



Von einer Begegnung im August berichtet Nicole Morgenstern. Sie war mit ihrer Schäferhündin in Richtung Ferienhäuser/Schäferkreuz spaziert und links abgebogen, Richtung Kuffenberg/Schöne Aussicht. „Da hörte ich rechts im Gebüsch ein Rascheln. Ein Tier kam den Berg herunter, es war gefleckt wie ein Leopard“, erinnert sie sich. Der Luchs sei auf sie zugelaufen und habe gefaucht. Nachdem sie etwas Abstand zwischen sich und die Großkatze gebracht hatte, sei sie mit ihrem Hund heimgerannt. Ein Bekannter habe den Luchs später ebenfalls gesehen. Er sei mit zwei Jungtieren unterwegs gewesen. Darauf führt Morgenstern das Fauchen des Tiers zurück.

Sicherstellen, dass keine Gefahr besteht



Ortschef Schwarz erklärte gegenüber der RHEINPFALZ: „Dieser Fall zeigt mir, dass der Luchs so ungefährlich nicht ist, wie er allgemein dargestellt wird.“ Sorge mache ihm, dass die Begegnung im Bereich Sportgelände/Ferienhausgebiet stattgefunden hat. „Wenn der Luchs auf Kinder trifft, könnte etwas passieren“, betont Schwarz. Grundsätzlich stehe er der Wiederansiedlung des Luchses nicht negativ gegenüber, es müsse aber gesichert sein, dass von ihm keine Gefahr für die Einwohner ausgeht. |mt

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