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Mittwoch, 27. Juni 2018 - 11:52 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Lebensmittelkontrolle: Salmonellen in Mettwurst, Kunststoffsplitter im Stollen

Das Problem mit Rückständen des Biozids Fipronil in Eiern ist in diesem Jahr noch immer ein Thema. Foto: IMAGO

Das Problem mit Rückständen des Biozids Fipronil in Eiern ist in diesem Jahr noch immer ein Thema. Foto: IMAGO

In 19 von mehr als 20.000 Proben entdeckten rheinland-pfälzische Lebensmittelkontrolleure im vergangenen Jahr gesundheitsschädliche Keime oder Gegenstände. Das entspricht einer Quote von knapp 0,1 Prozent. Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Grüne) und Stefan Bent , Leiter des Landesuntersuchungsamtes, stellten am Mittwoch in Mainz die Bilanz der Lebensmittelüberwachung vor.

Fipronil-Skandal beschäftigt Prüfer noch immer



Dominiert hat im vergangenen Jahr der Fipronil-Skandal. Rückstände des Biozids, das in der Hühnerhaltung illegal eingesetzt wurde, fanden sich auch in Eiern, die nach Rheinland-Pfalz geliefert wurden. Aber nicht in den 77 Geflügelhaltungsbetrieben im Land.
„Die agrarindustrielle Produktion ist sehr anfällig, sobald es dort eine Störung gibt. Wir fahren mit unseren mittelständischen und bäuerlichen Betrieben besser. Die Regionalität ist auch ein Wert im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit“, sagte Höfken. In diesem Jahr sind erneut Fipronil-belastete Eier aus den Niederlanden in deutschen Supermärkten aufgetaucht, das Ministerium reagierte mit der Veröffentlichung der Kennzeichnungen. Für das Landesuntersuchungsamt und die 130 Lebensmittelkontrolleure in den Kommunen bleibt Fipronil auch in diesem Jahr ein Thema. Von 42 gezielten Proben von Eiern oder Eier-Produkten wie Mayonnaise oder Nudeln zeigte eine einzige Auffälligkeiten.

Gezielt nach Verstößen suchen



Insgesamt beanstandeten die Lebensmittelkontrolleure rund 2300 Proben, das entspricht 11,6 Prozent. Das sagt nach den Worten Bents nichts über die Lebensmittelsicherheit im Land aus, denn die Kontrolleure suchen gezielt nach Verstößen. Meist geht es dabei um falsche Kennzeichnungen. So wurde beispielsweise preiswertes Sonnenblumenöl als teures Olivenöl verkauft. Eine Gefahr für die Gesundheit bestand in 19 Fällen. Die Prüfer entdeckten Salmonellen in einer Zwiebelmettwurst, aber auch im Majoran und in asiatischen Pilzen. Ein Schafskäse wies E. Coli Bakterien auf, die wie Salmonellen schweren Durchfall auslösen können. Ein Kunststoffsplitter fand sich in einem Weihnachtsstollen.

|kad

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