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Dienstag, 19. November 2019 - 14:13 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Einig über Pläne für Uni-Fusion

Der gute Ruf der Universität Kaiserslautern soll durch die geplante Fusion mit dem Standort Landau nicht leiden.

Der gute Ruf der Universität Kaiserslautern soll durch die geplante Fusion mit dem Standort Landau nicht leiden. ( Foto: VIEW)

Der von der Landesregierung angekündigte Zusammenschluss der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau zu einer gemeinsamen Uni wird kommen. Das hat das Wissenschaftsministerium am Dienstag angekündigt. Demnach soll ab 1. Januar 2023 die Universität Koblenz-Landau mit ihren derzeit drei Standorten Landau, Koblenz und Mainz – dort sitzt der Präsident – aufgelöst werden. Der Standort Koblenz wird künftig als eigenständige Universität agieren. Der Standort Landau soll mit der Technischen Universität Kaiserslautern, zu einer neuen Uni fusionieren. Als Name ist offenbar „Technische Universität Rheinland-Pfalz“ im Gespräch.

Um die von der Landesregierung angestrebte Neuordnung der Hochschullandschaft hatte es in den zurückliegenden Monaten heftige Diskussionen gegeben. Die Doppeluni Koblenz-Landau galt schon lange als zu schwerfällig und vor allem der Standort Landau als unterfinanziert. Eine vom Wissenschaftsministerium bestellte Kommission externer Experten hatte 2018 eine enge Kooperation der Standorte Landau und Kaiserslautern vorgeschlagen.

Anfangs zwei Senate und zwei Präsidenten

Wissenschaftsminister Konrad Wolf hatte die Fusionspläne der Landesregierung im Februar der Öffentlichkeit präsentiert. Das Konzept stieß jedoch vor allem in Kaiserslautern auf heftigen Widerstand. Die Hauptkritik von dort: Die geplante Fusion sei nicht durch Ziele in Forschung und Lehre begründet, sondern diene alleine dazu, den schwächelnden Standort Landau ohne zusätzliches Landesgeld unter ein gemeinsames Dach zu packen. Das könne am Ende der renommierten TU in der Westpfalz schaden. Ängste gab es auch in Landau, der dortige Standort könnte geschwächt werden.

Nach monatelangen Verhandlungen haben beide Standorte ihre Bedenken nun offenbar zurückgestellt. Die Einigung sieht jetzt unter anderem vor, dass die künftige TU Rheinland-Pfalz in den ersten beiden Jahren per Gesetz die Möglichkeit bekommen soll, ihren beiden Standorten eine weitreichende Autonomie zu geben, um ein Zusammenwachsen „auf Augenhöhe“ zu ermöglichen. So ist geplant, dass zwei Campus-Senate und zwei Campus-Präsidenten gewählt werden können. Verwaltung und Präsidium sollen jedoch von Anfang an unter einem Dach arbeiten. Mehr zur Uni-Fusion gibt es hier.

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