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Mittwoch, 05. April 2017 Drucken

Kusel

Kusel: Fitnesstrend Outdoor Nation zieht Sportbegeisterte an

Kusel: Fitnesstrend aus dem Saarland nun auch im Kreis Kusel angekommen – Ungewöhnliche Trainingsorte

Bei Outdoor Nation werden auch mal Liegestütze auf dem Parkplatz am Kuseler Kreisel gemacht.

Bei Outdoor Nation werden auch mal Liegestütze auf dem Parkplatz am Kuseler Kreisel gemacht. (Foto: outdoor nation/frei)

Es gibt viele Wege, sich sportlich zu betätigen – von Mannschaftssportarten bis hin zum Training im Fitnessstudio. Seit einigen Jahren geht der Trend aber verstärkt zum Training in der freien Natur – ganz ohne Geräte, nur mit Hilfe des eigenen Körpergewichts. Seit Ende Februar gibt es auch in Kusel eine Gruppe der Outdoor Nation, bei der Sportbegeisterte unter Anleitung von Fitnesstrainern unter freiem Himmel und als Teil einer Gruppe trainieren.

 

„Im Prinzip bieten wir nichts anderes als das, was auch andere Fitnesstrainer anbieten – das Besondere bei uns ist der Sport in der Gruppe und unter freiem Himmel“, erklärt Rouven Christ, Mitgründer der Outdoor Nation. Dadurch hätten die Einheiten der Outdoor Nation mehr einen Erlebnischarakter und weniger den eines eintönigen Trainings.

Begonnen hat die Geschichte der Outdoor Nation bereits vor ein paar Jahren in Saarbrücken. „Ich habe damals in einer Wohngemeinschaft mit Daniel Rauland gelebt. Er war im Fitnessbereich schon sehr aktiv und wurde immer wieder von Freunden und Bekannten angesprochen, ob er nicht einen Trainingsplan für sie erstellen könne“, blickt der Fitness-Ökonom Christ auf die Entstehung zurück. Das sei irgendwann dann so viel geworden, dass sich beide entschlossen, ein Vier-Wochen-Programm zu entwickeln und zu vermarkten.

„Richtig durch die Decke ging das alles aber erst, als Daniels Schwester unser Programm ausprobiert und Bilder ihrer Erfolge bei Facebook veröffentlicht hat“, erinnert sich Christ. Also bot Rauland die ersten Verträge an. „Die Nachfrage stieg, so dass im vergangenen Jahr irgendwann 200 Mitglieder allein in Saarbrücken angemeldet waren“, erklärt Christ. Mittlerweile sei die Outdoor Nation an 30 Standorten vertreten und trainiere an 16 zum Teil sehr ausgefallenen Stellen.

Die Vorteile des Trainings bei der Outdoor Nation? „Man bewegt sich an der frischen Luft und hat im Vergleich zum Training im Studio viel mehr Möglichkeiten und ein komplett anderes Work-out. Wir nutzen immer auch spontan die Gelegenheiten, die sich uns vor Ort bieten. Außerdem sorgen gemeinsame Trainings und die Erlebnisse, die man dabei sammelt, für größere Euphorie bei den Teilnehmern“, weiß der Fitness-Ökonom.

„Unsere Trainings haben im positiven Sinne einen ,Boot-Camp-Charakter’. Die Gruppe hilft sich gegenseitig – schwächere Teilnehmer werden von stärkeren unterstützt und mitgezogen“, erklärt Christ. Selbst jene, die gerade erst mit dem Training anfangen, müssten sich nach seinen Worten keine Sorgen machen: „Wir absolvieren keine riesigen Laufstrecken, sondern eher viele Intervallübungen, bei denen man sich so richtig auspowern kann – und wer eine Pause braucht, der setzt einfach mal bei einer Übung aus.“ Und das Training der Gruppe habe noch einen weiteren Vorteil: „Da entstehen auch Freundschaften, Geschäftsbeziehungen, sogar ein Liebespaar hat sich über unsere Gruppe gefunden.“

Der Trend ist nun auch in den Kreis Kusel geschwappt, wo Markus und Anika Zimmer aus Rammelsbach gerade eine neue Zweigstelle in Kusel aufbauen. „Die ersten Trainingseinheiten haben wir schon hinter uns – und wir hatten richtig Spaß“, freut sich Markus Zimmer. Viele Kuseler seien allerdings noch nicht dabei gewesen: „Es waren mehr Leute aus dem Umkreis – besonders aus dem Südkreis. Das liegt wohl daran, dass die Geschichte ja gerade aus dem Saarland zu uns herüberkommt“, vermutet Zimmer.

Gerade suchen Markus und Anika Zimmer nicht nur Kooperationspartner, sie überlegen auch, wo man in Kusel noch ein etwas ausgefalleneres Work-out – eben ganz im Stil der Outdoor Nation – anbieten könne. „Denkbar wäre da ein Training auf und um Burg Lichtenberg herum, oder auch im Rammelsbacher Steinbruch“, erklärt Zimmer. Das sei aber alles noch im Planungsstadium.

Darüber, was sie mit ihren Trainings erreichen wollen, sind sich Zimmer und Christ einig: „Wir wollen die Leute für den Sport in der Gruppe begeistern. Ein gutes Training muss nicht kompliziert sein“, sagt Christ. „Und das Ganze hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt“, fügt Zimmer hinzu: „In der Gruppe vergisst man auch den Alltag – während man an den Geräten im Fitnessstudio meist mit seinen Gedanken alleine ist und nicht abschalten kann.“

 

Info

Weitere Informationen zur Outdoor Nation, den Trainingsorten und -plänen gibt es im Internet unter www.outdoornation.de.