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Donnerstag, 09. November 2017 - 08:33 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Kaiserslautern: Verhandlungen über Verkauf des Fritz-Walter-Stadions

Derzeit gehört das Stadion auf dem Kaiserslauterner Betzenberg noch der Stadt. Foto: View

Derzeit gehört das Stadion auf dem Kaiserslauterner Betzenberg noch der Stadt. Foto: View

(Aktualisiert mit Ausgliederung des Lizenzspielerbereichs, 12:54 Uhr) Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern ringt sportlich und wirtschaftlich ums Überleben. Die Vereinsführung versucht den Boden für eine Ausgliederung der Profiabteilung zu bereiten. Das ist die Voraussetzung für den Einstieg des Investors, der den Verein wieder auf gesunde Beine stellen soll.

Einstieg mit 40 Millionen anvisiert



Nach RHEINPFALZ-Informationen soll es einen Investor geben, der mit 40 Millionen Euro beim FCK einsteigen soll. Nach Informationen des SWR will der Investor das Fritz-Walter-Stadion, das der stadteigenen Stadiongesellschaft gehört, erwerben und dazu rund 45.000 Quadratmeter unbebaute Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft der WM-Arena.

Gespräche mit Investor stehen erst am Anfang



Nach RHEINPFALZ-Informationen steht allerdings ein Verkauf des Fritz-Walter-Stadions nicht unmittelbar bevor. Am Donnerstagvormittag sagte ein Informant, die Gespräche der Stadt mit dem neuen Investor stünden erst am Anfang. Man wisse nicht, was daraus werde. Es habe aber auch in der Vergangenheit viele Gespräche mit interessierten Investoren dazu gegeben, bisher ohne ein Ergebnis. Miete und Unterhalt kosten den FCK Spieljahr für Spieljahr knapp zehn Millionen Euro und sind ein Grund für die wirtschaftliche Schieflage.

Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung



Ein erster Schritt wird die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung sein. Der Vorstand des FCK will in das Projekt noch in dieser Saison einsteigen. Das haben die beiden Vorstände Thomas Gries und Michael Klatt am Donnerstag in Kaiserslautern mitgeteilt. Sie sehen darin einen entscheidenden Schritt, um den Verein erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Außerordentliche Mitgliederversammlung



Sie kündigten an, die Mitglieder über ihr Vorhaben in der Jahreshauptversammlung am 3. Dezember zu informieren und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Weichen dafür stellen zu wollen. Sie erläuterten, dass sie dazu bereits Gespräche mit der Deutschen Fußball Liga und dem Finanzamt geführt hätten.

Für FCK gangbaren Weg finden



Vorstandsvorsitzender Gries sagte, es gelte für die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung einen Weg zu finden, der in Kaiserslautern funktioniere. Der Profifußball ab der U17 und das Nachwuchsleistungszentrum auf dem Fröhnerhof sollen in eine Kapitalgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG auf Aktien ausgegliedert werden. Die Kapitalgesellschaft soll die Basis bieten, Kapital für den Profifußball aufnehmen zu können.

Mitgliederinteressen sollen gewahrt bleiben



In einem Vier-Säulen-Modell soll sie die Möglichkeit schaffen, die Fans, mit Herz und Blut mit dem Verein verbundene Mäzene in der Region, einen großen Ankerinvestor und einen stillen Gesellschafter finanziell zu beteiligen. Die Vorstände betonten, dass die Interessen der Mitglieder bei der Ausgliederung eindeutig gewahrt blieben. Gries betonte, dass knapp 60 Prozent der Vereine in der Zweiten Fußball-Bundesliga bereits einen ausgegliederten Lizenzspielerbereich hätten. In der Fußball-Bundesliga seien es alle Vereine bis auf den FSV Mainz 05, den SC Freibung und zum Teil Schalke 04.
|zkk/rdz

 

 

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