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Pfalz-Ticker

Haßloch: Gemeinde muss gefährlichen Asylbewerber aufnehmen

Der Kreis Bad Dürkheim hat nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts den Asylbewerber der Gemeinde Haßloch zurecht zugewiesen. Foto: RHP

Der Kreis Bad Dürkheim hat nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts den Asylbewerber der Gemeinde Haßloch zurecht zugewiesen. Foto: RHP

Die Gemeinde Haßloch muss auch gegen ihren Willen einen straffälligen Asylbewerber aufnehmen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden (Az.: 10 B 11706/17.OVG).

Aggressiv und rückfallgefährdet



Es ging dem Gericht zufolge um einen Mann, der wegen mehrerer Sexualdelikte eine dreijährige Haftstrafe verbüßt hat und wegen seiner Psychose als besonders aggressiv sowie als rückfallgefährdet gilt. Der Asylbewerber war der Gemeinde Haßloch von der Kreisverwaltung in Bad Dürkheim zur Unterbringung zugewiesen worden. Er steht unter Führungsaufsicht und hat einen Betreuer.

Gemeinde: Schutz der Einwohner



Gegen diese Zuweisung hatte sich die Gemeinde per Eilantrag beim Verwaltungsgericht gewehrt. Sie berief sich auf ein Abwehrrecht zum Schutz der Einwohner. Das Verwaltungsgericht hatte diesen Antrag abgelehnt, das OVG wies nun die dagegen erhobene Beschwerde zurück.

Gericht: Auswahl nicht zu beanstanden



Zur Begründung hieß es, die Auswahl der Gemeinde Haßloch sei nicht zu beanstanden. In der Landesaufnahmeeinrichtung könne der Mann nicht untergebracht werden, da sein Asylantrag bereits abgelehnt worden sei. Er habe auch nicht der Stadt Bad Dürkheim zugewiesen werden können, da dort bereits andere „Problemfälle“ untergebracht seien. |dpa/lrs

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