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Sonntag, 10. Juni 2018 - 21:25 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Giftstoffe auf Flughäfen Ramstein und Zweibrücken

Die Kosten für eine mögliche Altlastensanierung am Flughafen Hahn könnten sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen, wie interne Schätzungen der Landesregierung ergaben. Foto: Frey

Die Kosten für eine mögliche Altlastensanierung am Flughafen Hahn könnten sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen, wie interne Schätzungen der Landesregierung ergaben. Foto: Frey

Sieben Flugplätze in Rheinland-Pfalz sind mit PFT kontaminiert – darunter drei in der Pfalz. In allen Fällen stehen Sanierungen noch aus. Das geht aus einer Antwort des Mainzer Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervor. Perfluorierte Tenside (PFT) werden beispielsweise in Löschschäumen, in der Galvanik oder bei der Beschichtung von Textilien eingesetzt. Die chemische Verbindung ist für Menschen giftig und steht im Verdacht Krebs auszulösen.
Nach Angaben des Umweltministeriums sind vor allem ehemalige und aktuelle Militärflughäfen mit PFT belastet:
Air Base Ramstein (Belastungen in Oberflächengewässern und im Grundwasser),
Flugplatz Zweibrücken (Belastungen in Oberflächengewässern),
Flugplatz Sembach (Belastungen in Oberflächengewässern),
Flugplatz Büchel (Belastungen in umliegenden Gewässern und in den Regenrückhaltebecken sowie im Boden),
Flughafen Hahn (Belastungen in umliegenden Gewässern und in den Regenrückhaltebecken),
Flugplatz Bitburg (Belastungen im Boden, Grundwasser und in Oberflächengewässern),
Flugplatz Spangdahlem (Belastungen im Boden, Grundwasser, Abwasser aus Regenrückhaltebecken und in Oberflächengewässern).
Am Flugplatz Mainz-Finten fanden Ende 2017 Untersuchungen der Oberflächengewässer auf PFT statt. Die Ergebnisse liegen laut Umweltministerium noch nicht vor.

Bisher keine Sanierungen



Auf allen betroffenen Flugplätzen gebe es noch keine Sanierungen, teilte Umweltstaatssekretär Thomas Griese (Grüne) in der Antwort auf die Anfrage mit. Wegen der Überschreitung der Grenzwerte („Geringfügigkeitsschwellenwerte“) liefen derzeit in allen Fällen weitere Untersuchungen. Deren Ziel sei es, die Ausbreitungswege des belasteten Wassers und die Ausdehnung der Bodenbelastungen zu erfassen. Abschließend solle es zu einer Gefährdungsabschätzung kommen.
|ros